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GRAFEN V. EINSIEDEL.
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Grafen v. Einsiedel.
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Besitz: die Standesherrschaft Reibersdorf-Seidenberg; die Herrschaft Wolzenburg; die Herr-schaft Mückenberg.
Wappen: im goldenen Schilde ein rechtsgekehrter, gehender Einsiedler,im blauen Talar und mit blauer Mütze auf dem Haupte, eine Hacke mit zwei ab-wärtsgekehrten Zinken über der linken Schulter tragend und in der rechten Handeinen Rosenkranz und ein Beil, letzteres gleichsam als Stab haltend. Den Schilddeckt die Grafenkrone, auf welcher sich drei gekrönte Heime erheben. Der rechteHelm trägt einen silbernen, linkssehenden Adler mit rother Krone und rother aus-schlagender Zunge. Aus dem mittleren Helme wächst ein Einsiedler, ganz wie imSchilde, empor, und auf dem linken erhebt sich eine neunfach von Schwarz undGold quergestreifte, mit einem grünen Rautenkranze schrägrechts überlegte Pyra-mide, welche oben gekrönt und mit drei Pfauenfedern besteckt ist. Die Deckendes rechten Helmes sind rotli und silbern, die des mittleren blau und golden, unddie des linken schwarz und golden. Den Schild halten mit beiden Vorderprankenzwei goldene, auswärtssehende Löwen mit durch die Beine, also einwärts, geschlage-nem Schweife und ausgeschlagener rother Zunge.
Eine tler ältesten und vornehmsten sächsischen Familien, deren Ur-sprung Einige in der Schweiz, Andere, und wohl richtiger, in Böhmengesucht haben. In Sachsen kommt dieselbe seit dem Ende des 13.Jahrhunderts vor, hat immer bedeutenderen Grundbesitz erlangt, undzahlreiche Glieder derselben haben bis auf die neuere Zeit sich vielfachausgezeichnet, die höchsten Ehrenstellen bekleidet und sich die grösstenVerdienste erworben. Im 16. Jahrhundert entstanden durch HeinrichHildebrands , kursächs. Raths, Söhne vier Linien: Heinrich , kursächs. Geh.Rath, Oberhofrichter zu Leipzig und Amtshanptmann zu Colditz, stiftetedie Linie zu Salis; IIaubold , kursächs. Canzler und Ober-Inspector derConsistorien, die Linie zu Scharfl'enstein; Hildebrand , kursächs. Landrathund Ober-Steuer-Einnehmer, die Linie zu Gnandstein, und Abraham , alsGelehrter sehr bekannt, die Linie zu Syra. — Der jüngere Sohn I-Iau-bolds, des Stifters der Scharflensleiner Linie, war Heinrich IIaubold,kursächs. Rath, Vice-Oberhofrichler zu Leipzig etc. Von demselbenstammte Rudolph IIaubold auf Wolkenburg, gest. 1654, welcher einenSohn, Hans Haubold , geb. 17. Aug. 1654, gest. 1. Oct. 1700, kursächs.