Druckschrift 
1 (1852) A - K
Entstehung
Seite
210
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2 I 0 GRAFEN V. EGLOFFSTF.IN ZU ARKL1TTEN.

Grafen v. EglofTstcin zu Arklitten.

(£»angelifd). {Jrntfint.

Besitz : (Ins Majorat Arklitten nebst lllanüau in Ostpreussen ; die Güter Scliwusen, Woopen etc.

Wappen: quadrirter Schild; 1 und 4 in Sillier eilt mit einem Stiiek desHalses abgerissener schwarzer, reclitssehender Bärenkopf mit rotlier ausschlagen-der Zunge. '2 und 3 in Guld der gekrönte preussische schwarze Adler, einwärts-gekehrt, mit den Kleestengeln auf den Flügeln. Auf dem Schilde stehen drei mitGrafenkronen gekrönte Helme. Der rechte Helm trägt den Adler des 3. Feldes,der linke den des 2. Feldes und der mittlere den schwarzen Bärenkopf im Visir,ohne die Zunge auszuschlagen. Die Helmdecken sind schwarz und golden.

Uralles, jetzt lltcils freiherrliches, theils gräfliches Geschlecht ausdem bamberger Oberlande, in welchem das der Familie immer noch zu-stehende Slammschloss liegt. Die Ecken des Gebäudes sind auf einemhohen senkrecht abfallenden Felsen aufgeführt, woraus der Name: Eckauf Stein oder Eglolfstein entstanden sein soll. Schon 996 stellte An-dreas v. Egloll'slein sein Wappen auf den Turnieren zu Braunschweigauf, und späler turnierten viele Bitter aus diesem Geschlechte in Worms,Augsburg, Nürnberg, Bamberg, Speier, Regensburg, Anspach, Schalfliau-sen und Zürich, wobei auch Frauen aus der Familie zur Schau undHelmtheiiiing erwählt wurden. OLlo v. Eglolfstein wurde 1060 Bischofzu Regensburg und Reichsfürs).; Leopold 1333 Fürst und Bischof zuBamberg und Herzog in Franken; Conrad 1398 der 21. Deutschmeisterund Reichsfürst über Deutschland und Italien, und Johann 1401 Reichs-fürst und Bischof zu Würzburg, als welcher er die dortige Universitätgründete. Vorhandenen Urkunden nach blühte das Geschlecht früherin mehreren Linien, die nach und nach wieder abstarben. Die Haupl-linie hatte im 15. Jahrhunderte Jobst v. Eglolfstein auf Bieberbach undLengsfehl fortgeführt, und ein Sohn desselben, Hieronymus, ging 1514nach Preussen, leistete dem deutschen Orden grosse Dienste und erwarbbedeutende Güter. Nach dem Tode seiner Brüder erhielt er die frän-kischen Besitzungen, und besass nun auch diese neben den preussiseben.Seine Enkel Sigismund und Hieronymus sind die Stammväter der sichseitdem trennenden, noch jetzt bestehenden Ilaupllinien, der jetzt gräf-lichen in Preussen und der freiherrlichen in Franken. Beide sind jedoch