GRAFEN V. DÖNHOFF.
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Grafen v. BKmiioü.
Hcfarmivt.
jJvruijcn.
Besitz: die Herrschen Friedlichstem; die Farn.-F.-C.-Herrschaft Quitlainen; die Gesammt-Iierrschaft Hönhoirstndt, Shandaii, i'lunikeim und Wehlack; die Güter Tamsel und
Wappen: im silbernen Schilde der abgerissene rcchlssehcnde Kopf einesschwarzen wilden Schweines mit hervorstehender Bewehrung. Den Schild decktdie Grafenkrone, auf der sich ein gekrönter Helm erhebt, aus dem ein wildesschwarzes, nach der rechten Seite gewendetes Schwein hervorwächst, welches vonunten herauf durch die Kehle von.zwei goldenen Piken, die oben herausstehen,im Andreaskreuze durchstochen ist. Die Helmdecken sind silbern und schwarz.
Uraltes, ursprünglich westphälisches Geschlecht, dessen gleichnami-ges Stammschloss an der Mosel gelegen war. Im 13. Jahrhundertekam die Familie mit dem Schwertorden nach Cur- und Liefland undvon da in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts nach Polen undspäter nach Preussen. Der Erste, welcher aus Liefland nach Polenkam, war der Ritter Hermann, gest. 1381, dessen Sohn, Johann, gefilr-stetcr Ahl zu Fulda wurde, während der Bruder, Otto, sich im Fehleauszeichnete und das Geschlecht fortpflanzte. Unter den Nachkommendes Letzteren ist besonders Heinrich, k. poln. General-Lieutenant undGouverneur zu Dünaburg, mit seinen beiden Söhnen zu nennen. Derältere, Otto, ist der gelehrte Abt zu Pelplin, der jüngere, Johann Casi-mir, wurde 2. Sept. 1686 Cardinal, und starb 20. Juni 16Ü7 im 47.Jahre. Der Reichsgrafenstand kam 1637 durch C aspar L, k. poln. Ober-hofmarschall und Reichsrath, in die Familie. Derselbe war vom KönigWladislaus IV. wegen der Vermählung mit der Schwester des KaisersFerdinand III., Cacilia Renata v. Oesterreich, nach Wien geschickL wor-den, wo ihm und seinen Brüdern, Gerhard und Magnus Ernst , der Kai-ser die Reichsgrafenwürde verlieh. Ein Enkel Caspars I., Georg Al-brecht , Grosscanzier von Polen und Bischof von Krakau, wurde 1637in den Reichsfürstenstand erhoben. — In Preussen blüht die Familieseit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und eine lange Reihe hoherStaatsbeamten, Generale etc., ist aus derselben hervorgegangen. Fried-rich I. Reichsgraf v. Dönhoff, geb. 24. Nov. 1639, ein Sohn des 18.