I 88 GRAFEN V. HILSBACH.
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Im Ganion Bern und Freiburg sehr reich begülcrt.
Wappen: quadrirter Schild; I und 4 der Länge nach von Rolli und Sil-ber getheilt mit einem wachsenden Halbmond von gewechselten Tincturen. 2 und3 in Schwarz ein goldener, eckig gezogener, schrägrechter Ballten, welcher obenund unlen von einem goldenen, nach der rechten Seite springenden Löwen begleitetwird. Den Schild deckt die Grafenkrone, auf welcher sich zwei Helme erheben.Der rechte Helm trägt eine mit breitem weissen Pelzaufschlagc versehene rotheMütze, welche mit einer silbernen Kugel besteckt ist, aus der fünf Straussenfedern,roth, silbern, roth, silbern, roth, hervorgehen. Aus dem linken Helme wächst eineinwärtsgekehrter goldener Löwe auf, dessen schwarzer Kamm mit fünf goldenenliänften und Knöpfen besetzt ist. (S. die Declaration zur ersten Ausgabe des Sieb-macherschen Wappenbuchs, S. 199.) Die Hclmdecken sind rechts roth und silbern,links schwarz und golden, und den Schild halten zwei auswärtssehende goldeneLöwen mit ausgeschlagener Zunge und höchaufgeschlagenem Schweife.
Eine der ältesten und vornehmsten Familien in der Schweiz, derenStammschloss in der ehemaligen Freiherrschaft Diesbach im berner AmteKonolfingen liegt. Der Stammvater des ganzen Geschlechts soll Rudolph,Herr zu Heimberg, gewesen sein, welcher zu Ausgang des 12. Jahr-hunderts lebte und, mit Adelheid v. Waberen verheirathet, in Besitz derHerrschaft Diesbach gelangte. Bucelin beginnt die ordentliche Stamm-reihe vom Jahre 1257 mit Rudolph v. Diesbach. — Später schied sichdie Familie in die berner und in die freiburger Linie. Erstere, dieHauptlinie, ist evangelisch, letztere, die Seitenlinie, katholisch. Die Fa-milie hat sehr reichen Grundbesitz erlangt und der Schweiz Helden undberühmte Staatsmänner, dem Kaiserhause aber mehrere sehr verdienteGeneräle geschenkt. — Der Stammvater der katholischen oder freibur-ger Linie, welche hierher allein gehört, ist Johann Rochus v. Diesbach,welcher durch Vermählung mit der Edlen Franzisca v. Rive auch in derWaadt mehrere Herrschaften erlangte. Aus dieser Linie wurde FranzRomain v. Diesbach 17 IG zum k. k. Feldmarschall-Lieutenant ernannt,und Johann Friedrich v . Diesbach, geb. 1677, gest. 1751, k. k. Feld-marschall-Lieutenant etc., erhielt mit seinem Bruder Franz Philipp , Herrnzu Rellcrochc und Heidenried, vom Kaiser Carl VI. 3. April 1718 die