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GRAFEN V. DANCKELMAN.
Flügel zwei auswärtssehende Kraniche, der rechtsstehende mit dem linken Flügel,sonst wie im 1., der linksstehende mit dem rechten, und sonst wie im 4. Felde.
Der Ursprung des Danckelmanschen Geschlechts lässt sich nicht be-stimmt angehen. Einer Familienilherlieferung zu Folge hat der Stamm-vater einem deutschen Kaiser durch treue Wachsamkeit das Lehen ge-rettet und dafür mit den Worten: „Danke Mann" den Ritterschlag er-halten, woraus der Name Danckelman entstanden sein soll. Die erstenbestimmten Nachrichten sind über Johann v. Danckelman, genannt derKürisser oder Ferreus, welcher 1534 als kaiserlicher Oberst hei derRelagerung von Münster befehligte, vorhanden. Derselbe wurde späterGaugraf zu Bevergerne und starb 1548. Der Urenkel, Sylvester v.Danckelman, geb. 1601, fiirstl. oranischer Rath, Landrichter und Gau-graf der Grafschaft Lingen, welcher für den Verfasser des westphäli-schcn Friedensinstruments gehalten wird, halte sieben Söhne, welchealle zu gleicher Zeit hohe Würden in brandenburgischen und preussi-schen Staatsdiensten bekleideten, und welche sämmtlich 10. März 1695vom Kaiser Leopohl I. in den Reichsfreiherrenstand erhohen wurden.Der bekannteste dieser Brüder ist der vierte: Eberhard Christoph Baltha-sar , geh. 23. Nov. 1643, gest. 31. März 1722, früher Gouverneurdes Kurprinzen, des nachmaligen Königs Friedrich I., später Premier-minister desselben. Zahlreiche Feinde stürzten ihn bald und er kam inHaft, doch gab König Friedrich Wilhelm 1., sobald er zur Regierunggekommen, ihm die volle Freiheit wieder und setzte ihm eine sehrgrosse lebenslängliche Pension aus. Zu seiner Charakteristik sei hiernur erwähnt, dass im Eingange des Freiherrndiploms ausdrücklich er-wähnt wird, dass der Kaiser denselben zum Reichsgrafen habe ernen-nen wollen, dass er aber gebeten habe, mit seinen Brüdern in einemStande zu bleiben. — Der sechste dieser sieben Brüder: Nicolaus Bar-tholomaeus Freiherr v. Danckelman, geh. 25. Mai 1650, gest. 27. Ocl.1739, zuletzt k. preuss. Staalsminisler, ist, da die Brüder Llieils unver-mählt oder kinderlos gewesen sind, llieils die Nachkommenschaft imzweiten oder dritten Gliedc ausgestorben ist, der Stammvater des jetzi-gen einzigen männlichen Gliedes des Geschlechts. Von Nicolaus Bar-tholomäus stammte nämlich Carl Rudolph , geb. 12. Ocl. 1699, gest.15. Dec. 1764, ebenfalls k. preuss. Slaalsminister, welcher fünf Söhnehinterliess, von denen der dritte: Adolph Albrecht Heinrich Leopold,geh. 26. Sept. 1738, gest. 23. Juni 1807, k. preuss. Geh. Staatsmi-nister, vom König Friedrich Wilhelm III. 6. Juli 1798 hei der Huldi-gung in Schlesien in den preussischen Grafenstand erhohen wurde. Vonden vier Söhnen desselben war der dritte: Heinrich Wilhelm AugustAlexander , geh. 10. Mai 1768, gest. 29. Dec. 1830, k. preuss. Staats-und Justizminister, verm. 8. Mai 1792 mit Alcxandrine Luise CharlotteFreiin v. Herlefeld, geh. 19. Febr. 1774, gest. 23. Dec. 1850. Ausdieser Ehe stammte: Graf Heinrich Friedrich Carl , geh. 23. Oct. 1797,gest. 18. Felir. 1848, verm. zuerst mit Amalie Gräfin zu Dohna, gest.11. Febr. 1826, und später, 8. Jan. 1828, mit Alberline Caroline So-phie v. Kessel a. d. IL Kaacke, geh. 24. Febr. 1807. Der Sohn aus