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GRAFEN V. CORONINI-CRONBERG.
rotlier Löwe, welcher in den Vorderpranken eine brennende Fackel hält. 2 und 3in Gold der kaiserliche schwarze Doppeladler. Den Schild decken zwei gekrönteHelme. Auf dem rechten steht ein dreifacher grüner Hügel, auf welchem die Kronedes Mittelschildes ruht; aus dem linken wächst der Löwe des 1. und 4. Feldesauf, welcher in der rechten Pranke eine goldene offene Krone trägt. Die Deckendes rechten Helmes sind roth und golden, die des linken roth und silbern. — Nacheinigen Abbildungen halten den Schild zwei rothe doppeltgeschwänzte Löwen. Un-ter dem Schilde findet sich dann die Devise: Regia scrla notant solidos virlulis ho-nores, und das ganze Wappen ist von einem Hcrmelinmantcl umflattert und miteiner königlichen Krone oder einem Fürstenhute bedeckt.
Uraltes Haus, als dessen Stammvater Rudolph v. Cronberg, gest.866, Kanzler Kaisers Ludwig des Frommen, und später Erbauer desSchlosses Cronberg auf dem Bilberge bei Frankfurt a. M., von welchemder Name: Cronberg herrührt, genannt wird. Rudolphs Vater war, nachLeupolds Angaben, Welphus oder Guelphus v. Altorf, Fürst v. Aleman-nien, Enkel des Fürsten Warini und Sohn des Isembart mit Irmentrud,der Schwester der Gemahlin Kaisers Carl des Grossen, Ifildegardis. —Die forllaufende Stammreihe beginnt mit Emmerich I., welcher um dasJahr 1198 lebte. Die beiden Söhne desselben, Franco I. und Philipp,wurden Stifter zweier Linien, der älteren und der jüngeren. In letzterekam durch Adam Philipp, gest. um 1640, die Reichsgrafenwürde, docherlosch diese Linie schon 1664 mit Johann Nicolaus. — Aus der älte-ren Linie stifteten die Urenkel Franco's I.: Franco III. und Ernst, zweiSpeciallinien. Die Nachkommen des Franco III. waren durch vier Jahr-hunderte im Gebiete des Ilochstifts Mainz ansässig und bekleideten Ehren-ämter am kurfürstlichen Hofe. Johann Philipp, gest. 1540, trat in fran-zösische Dienste und zeichnete sich als Feldherr gegen die RepublikVenedig aus. Aus der Ehe mit Gabriele v. Laval a. d. II. Monlmorcncystammle Cyprian I., geb. 1500, gest. 1577. — Ernst ging nach Ita-lien und erbaute im Friaulschen die Burg Corona. Von dieser nahmenseine Nachkommen das Beiwort v. Coronini an, welches allmälig denFamiliennamen Cronberg verdrängte. Mit i'ompejus III. erlosch die Er-nestinische Speciallinie, und die Erbtochler, Calharina, brachte Namenund Besitzungen derselben an ihren Gemahl und Geschlechtsverwandten,den oben genannten Cyprian I., welcher sich in der Grafschaft Görzniederliess, worauf ihm 19. April 1548 sein altadeliges Wappen bestä-tigt wurde. Der Urenkel desselben, Rudolph Coronini v. Cronberg, Kai-ser Ferdinands III. Kämmerer und Geh. Rath, wurde 1634 mit demRechte, über dem angeborenen und vermehrten Wappen eine königlicheKrone führen zu dürfen, in den Reichsfreiherren-, und der zweite Sohndesselben, Ludwig Vincenz, geb. 1628, gest. 1694, 9. Dec. 1687 inden Grafenstand erhoben. Ein Urenkel des Letzteren war Graf Rudolph,geb. 1731, gest. 1790, k. k. Geh. Rath etc., bekannt als Gelehrter,so wie als genealogischer und numismatischer Forscher.
Das gräfliche Haus theilt sich jetzt in drei Linien: in die Haupt-linie Neueronberg oder Cronberg in Krain, und in die beiden jüngerenLinien zu Tolmein und St. Peter. Die IlaupLlinie Cronberg stammt vonJohann Maria, gest. 1616, dessen Urenkel Johann Carl, gest. 1787,