GRAFEN V. BUXHÖWDEN.
Grafen v. Buxhöwden.
©rirdjifdjcr Confrfjtcm. ttufjlcmb.
Besitz: Padel, Fenilh, l.ohde, Wioms, Ligowa, Lissina clc. in Lief- und Estliland.
Wappen: quadrirtcr Schild mit goldener Einfassung. 1 und 4 in Blauder pr eußische schwarze Adler ohne Sceplcr und Reichsapfel, dessen Brust mitdem Namenszuge FWR. mit darüber schwebender Königskrone belegt ist. 2 und 3 inSilber ein rother Sparren mit fünf Zacken. Den Schild deckt die Grafenkrone,auf der sich drei gekrönte Helme erheben. Auf dem rechten Helme der rotheSparren des 2. und 3. Feldes, auf dessen unteren Zacken zwei gegen einanderspringende Füchse stehen. Der miniere Helm trägt den prcussischen schwarzenAdler des 1. und 4. Feldes und der linke Helm ist mit einem einwärtsgekehrtengepanzerten Arme besetzt, welcher in der Hand ein Schwert mit goldenem Griffeführt. Die Hehndecken sind rechts lilau und golden, links silbern und rotli. DenSchild hält rechts der preussische schwarze Adler, wie im 1. und 4. Felde, undlinks ein auswärtssehender goldener Löwe mit aufgeschlagenem Schweife.
Das alte edle Geschlecht der Rickeshovcde, Bixhowde, später Bux-höwden, stammt aus Niedersachsen, wo es im 12. Jahrhundert zu denDienstmannen und Lehnsträgern der bremischen Kirche gerechnet wurde.Zu demselben gehörte der berühmte Apostel der hieven, Albert, demPapst Innocentius III. das Bisthum Riga als ein unabhängiges verlieh,und den Kaiser Heinrich V. mit Liefland belehnte und nebst seinemBruder Hermann, Bischof zu Dörpt, 1224 in den Reichsfürstenstand er-hob. Der jüngere Rruder derselben, der Ritter Johann v. Bekeshovede,erhielt in Liefland bedeutende Belehnungen, und wurde der Stammvaterder liefländischen Buxhöwden. Von seinen Nachkommen war im Anfangedes 16. Jahrhunderts Johann Bischof von Dorpat und Reinhohl um dasJahr 1530 Fürstbischof von Oesel. Einem Neffen des Letzteren, Johann,wurden 1529 Ländereien auf Oesel verliehen, aus welchen das derFamilie noch jetzt zustehende Gut ,, Padel" entstand, und aus diesemHause stammen die Grafen v. Ruxhöwden. Einer der Söhne OttoFriedrichs , geb. 1703, gest. 1754, Erbherren auf Padel und Fenilh;
I. 10