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1 (1852) A - K
Entstehung
Seite
113
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«RAPEN V. BRANDIS.

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Grafen v. Brandis.

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Besitz: die Herrschaft. Burg- und Oberfaiarliurg etc., die Herrschaft Windenau, Grimbergund Freistem etc. in Steiermark und Tirol.

Wappen : quadrirter Schild ; 1 und 4 in Silber ein einwärtsgckehrler- ro-ther Löwe mit hnehtiurgeschlagenein doppelten Schweife ; 2 der Länge nach getheill:rechts in Silber ein rother Löwe, wie im 1. und 4. Felde, links blau ohne Bild;3 der Länge nach gelheilt: rechts blau ohne Bild, links in Silber ein Löwe, wiedie beschriebenen. Auf dem Schilde erheben sich zwei Helme; aus dem rechtenwächst einwärtsgekehrt ein rolltet' Löwe mit gelbem Kamme, welcher mit vierschwarzen Federn geschmückt ist, empor; auf dein linken Helme liegt zwischenzwei rothen Bärentappen ein silberner orientalischer Spitzhut mit rother Stülpe.Der Hut ist golden gekrönt, und aus der Krone steigen sechs schwarze Federn,von denen drei sich rechts, drei links wenden. Die Hclmdccken sind rollt und sil-bern. Wie angegeben, beschreiben alle, älteren Schriftsteller das Wappen, undso auch, was hinreichend für die Richtigkeit desselben spricht, Franz Adam Grafv. Brandis in dem bekannten Werke :dess Tiroler Adlers immer-griinendes Ehr.en-kräntzel". Es konnte daher hier das Wappen nicht so gegeben werden, wie sichdasselbe in den Suppl. zum Siebm. IL, 5. ohne Farben findet (quadrirter Schild;in jedem Felde ein cinwärtsstreitendcr Löwe mit ausgeschlagcner Zunge und ltocli-aufgeschlngenetn doppelten Schweife. Zwei gekrönte Helme; rechts ein wachsen-der einwärtsgekehrtcf Löwe, links eine gekrönte Säule, welche mit einem gestürz-ten Sparren belegt ist).

Uraltes, ursprünglich schweizerisches Geschlecht, dessen gleich-namiges Stammschloss im Emmenthale lag. Johann v. Brandis soll schon935 unter Kaiser Heinrich I. gekämpft haben. Thüring Freiherr v. Bran-dis stiftete 1127 die Ahlei Trüb im Emmenthale und 3 Jahrhundertelang halten seine Nachkommen grosse Besitzungen im Emmenthale undim Berner Oherlande, und Glieder der Familie waren Bischöfe von Con-stanz und Chur, Achte von Reichenau und Einsiedeln etc. Durch Kaufund Erbschaft von den Grafen v. Werdenberg und Toggenburg kam dieFamilie in Besitz der freien Reichsherrschaften Blumeneck, Vaduz, Schellen-berg und Mayenfehl, verkaufte aber 1459 das Stammschloss Brandis anBern. Mit Johann, Dompropst von Chur, erlosch 1508 oder 1509 dieschweizerische Linie, welche in silbernem Schilde einen schwarzen, obenfeurigen Brand führte, und Besitz und Wappen ging durch JohannsSchwester, Vcronica, auf die Grafen v. Sulz über. Schon im 12.Jahrhunderle hatte sich ein Zweig der Familie nach Tirol gewendet und

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