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1 (1852) A - K
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GRAFEN BOOS V. WAI.DKCK.

Grafen Boos v. Waldeek.

Äotljoltfd). |)reuftctt, «DcJlerretdj, lTaffau.

Besitz: die Herschaft Sayn bei Cobienz; die Herrschaft Wosseletz, All-Sinilowetz und La-sclten-Desfours in Böhmen.

Wappen: im rollten Schilde, drei in Gestalt eines schrägrechten Balkensiiber einander gelegte, mit den Spitzen sich berührende, silberne Schnallen alterArt, in Form ausgekrochener Wecken oder länglicher Hauten gebildet. Der Dornoder die Zunge ist durch zwei Hefte mit der Schnalle verbunden und gehtschräg in die Höhe. Auf dem Helme stehen zwei die Sachsen rechtskehrende,schwarze Adlersflügel so neben einander, dass der nach links und vorn stehendeFlügel nur die unteren äusseren Federn des nach rechts und hinten stehenden Flü-gels bedeckt. Jeder Flügel ist mit einem runden rollten Schirmbrete besetzt, inwelchem sich das Wappenbild: die drei Schnallen in ihrer Stellung, zeigt. Durchdie erwähnte Stellung des linksstehenden Flügels ist das den rechten Flügel bele-gende Schinnbrei fast ganz zu selten. Die Helmdecken sind rollt und silbern.Nach den Angaben Einiger steht auf dem Helme ein geschlossener, wie angegeben,belegter schwarzer Flug.

Uraltes rheinläudisches Geschlecht, welches von Einigen auch Bois-Waldeck genannt und geschrieben wird. Der nachweisliche Stammvaterdesselben, der um das Jahr 1248 noch lebte und 1242 vom Erzbischofvon Cölit mit der Burg Waldeek belehnt wurde, war Bosso I., von demMehrere den Namen tles Geschlechts ableiten, doch soll der Adel derFamilie sicheren Urkunden nach bis in das 11. Jahrhundert zurückge-führt werden können, wie denn auch von Humbracht Dielrich, der umdas Jahr 1042 lohte, als Stammvater genannt wird. Einige gehen dasDorf Boos hei Bockelheim im Meingau für das Stammhaus aus, Anderelassen die Familie aus Frankreich gekommen sein und nennen dieselbedaher v. Bois-Waideck. — Johann, Schultheiss zu Cobienz, wird niiidas Jahr 1346 mit dem Beinamen „der Reiche" aufgeführt und im deut-schen Orden, im Malteserorden, in den llomstiflen etc. kommen Glie-der dieser Familie, mit hohen geistlichen und weltlichen Würden be-kleidet, vor. Seil 1680 findet sich in der Familie der Freiherrentitel.Lothar, k. k. und kurtrierscher Geh. Rath, starb 1763; Carl war bis1776 Statthalter zu Trier; Friedrich starb 17S1 als Landcomthur derdeutschen Ordens-Balley Lothringen und kurpl'iilz. General der Cavallerie,und Hugo 1792 als Oberchorbischof zu Trier. — Die Reichsgrafenwürde