Druckschrift 
1 (1852) A - K
Entstehung
Seite
96
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Wappen der älteren Linie: quadrirter Schild mit goldener Einfassung;

1 und 4 in Griin drei silberne Leopardenköpfe, oben zwei, unten einer. 2 und 3in Gold ein rother Sparren. Den Schild deckt die Grafenkrone, auf der sich zweiHelme erheben. Auf dem rechten gekrönten Helme sitzt ein einwärtsgekehrler, sil-berner Schwan; auf dem linken aber steht eine goldene Säule, welche mit einemPfuucnschweife besteckt ist, der von einem rothen Sparren belegt wird. Die Helm-decken sind rechts silbern und griin, links golden und roth, und den Schild hal-ten mit beiden Vorderpranken zwei auswärtssehende Löwen mit ausschlagenderZunge und aufgeschlagenem Schweife.

Wappen der jüngeren Linie: quadrirter Schild mit Mittelschild. Letztererz ei gt in Grün drei silberne Leopardenköpfe, oben zwei, unten einen. 1 und 4 inGold ein sich schmiegender, oder den Leib zusammenziehender schwarzer Wolf;

2 und 3 in Gold ein rother Sparren. Den Schild deckt eine Grafenkrone, auf wel-cher sich drei Helme erheben. Der rechte gekrönte Helm trägt eine rothe Säule,welche gleich unter dem Gesimse mit einem silbernen Pfennig belegt und oben mitdrei Pfauenfedern besteckt ist; auf dem mittleren gekrönten Helme silzt ein links-gekehrter silberner Schwan und auf dem linken steht eine goldene Säule, welchemit einem von einem rothen Sparren belegten Pfauenschweife besteckt ist. DieDecken des rechten Helms sind schwarz und golden, die des mittleren silbern undgrün und die des linken golden und roth.

Altes, nach dem Schlosse Bocholt/, in Geldern benanntes adeliges,später freiherrliches, jetzt gräfliches Geschlecht, welches früher auchBochholtz und Buchholtz geschrieben wurde. Viele Glieder der Familiesind besonders zu hohen geistlichen Würden gelangt. Wilhelm starb1494 als Abt des Klosters Pantaleon zu Cöln; Aegidius war 1506 undPeter 1539 Abt zu Gladebach, welche Würde Reinhohl 1555 zu Cor-vey erhielt; Arnhold, Dompropst zu Lüttich und Hildesheim und kur-cölnischer Geh. Rath, begleitete 1619 den Kurfürsten von Cöln zur Kaiser-wahl nach Frankfurt; Gottfried war 1636 kurcölnischer Geh. Rath; Ferdi-nand kommt 1667 als Vicedom zu Münster vor, und Johann Arnold,welcher als Freiherr von und in Buchholtz aufgeführt wird, lebte 1700als Domherr zu Lütlich. Bis zu den Jahren 1803 und 1804 war dieFamilie freiherrlich. Im letzteren Jahre wurde Theodor Werner Frei-herr v. Bocholt/,, Dompropst zu Paderborn, llegienings-Präsident, Ober-

GIUEKN V. nOCHOLTZ.

Grafen v. Bocholtz.

Satljdifd). $mtjien.

Besitz: die Herrschaften Alme, Störmede etc. in der Provinz Westphalen.