GRAFEN V. BISMARK.
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Grafen v. Bismark.
(Euangclifd).
Württemberg.
Besitz: Hengslfeht im 0. A. Gerabronn und Schlossgut Scliierslein im Herzogthum Nassau.
Wappen: quadrirtcr Schild; l und 4 in ltlau ein silbernes NessielblaU;2 in Blau ein einwärtsspringendcü goldener Löwe; 3 in Blau ein silbernes einwärtsspringendes Pferd. Den Schild bedeckt die Grafenkrone und auf derselben siehtein gekrönter Hehn mit zwei BülTelshörnern, von denen das rechte silbern, daslinke blau ist. Zwischen denselben schwebt ein silbernes Nesselblatt. Die Helm-decken sind rechts blau und silbern, links blau und golden, und den Schild hältrechts ein silbernes Pferd, links ein goldener Löwe. — Diese Beschreibung stimmtbis auf das von Gast angenommene und durch Lackabdrucke von Petschaften be-stätigte Nessclhlatt mit der Abbildung im Wappenbuche des Königreichs Württem-berg, nach welcher das Blatt ein silbernes Kleeblatt ist. — Ob die Tinctur derBiiffelshörner Cast's Annahme: „mit Büffelshörnern in Silber und Blau" entspricht,bleibt ungewiss, doch hat die angegebene Tinctur das für sich, dass Fürst dasrechte Horn blau, das linke silbern tingirt. — Von dem adelig v. Bismark'schenWappen, wie dasselbe gewöhnlich geführt wird, weicht das grälliche, wenn Cast'sund Dorst's Angaben richtig sind, mehrfach ab. Dithmar, Dienemann und v. Me-ding nehmen in Blau ein goldenes Kleeblatt an, welches in jeder seiner drei Eckenmit einem silbernen langen und spitzigen Blatte besetzt ist. Auf dem Helme ste-hen über einem blau und silbernen Wulste zwei von Silber und Blau übereck ge-theilte Biiffelshörner, zwischen welchen eine Krone schwebt. Im Wappenbuche derpreussischen Monarchie sind die Horner von Gold und Blau übereck gelheilt.
Eins der ältesten und angesehensten brandenburgischen Geschlech-ter, welches nach Einigen von den Wenden abstammen, nach Anderenzur Zeil Carls des Grossen aus Böhmen in die Altmark gekommen seinsoll, wo es die Stadt Bismark und das Dorf Burgstall erbaute. DieStadt Bismark wurde 1494 an die Familie v. Alveusleben verkauft, ßurg-slall aber 1562 vom Kurfürsten Johann Georg gegen Schönhausen, Fisch-beck, Crevese, Briest etc. in der Ukermark von Friedrich v. Bismarkeingetauscht, der deshalb in den Familienpapieren als „Permutator" vor-kommt. Im 12. und 13. Jahrhunderte machte sich die Familie umStendal sehr verdient; Herebord war nämlich im 12., Heinrich, Frank,Williko, Ruleko und Wittekinus im 13. Jahrhundert Bürgermeister derStadt Stendal, und die Familie stiftete daselbst das Gertrudenstift. 1280und 1311 werden Gernhard, Heinrich und dessen vier Söhne als des