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1 (1852) A - K
Entstehung
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GRAFEN V. BEROLDINGEN.

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Grafen v. Beroldingen.

jKalljolifd). Coflcrrcid) unti RJürttcmberg.

Besitz: die Herrschaft Aggstein, Schönbtthel, Sevring und Heimhofen in Niederösterreich;die Güter Ilorn und Ratzenried im Königreich Württemberg; die Herrschaft Doren-berg im Grossherzoglhum Baden und die Herrschaft Gundelhard! im Canton Thurgau.

Wappen: rptadrirter Schild mit Mittelschild, in welchem in Blau ein gol-dener Doppeladler mit ausgebreiteten Flügeln. 1 und 4 in Gold ein der Längenach getheilter und mit zwei goldenen sechseckigen Sternen bcsäeler blauer Reichs-apfel, dessen Kreuz schwarz ist (v. Meding nennt dies Wappenbild eine Weltkugel).2 und 3 in Gold ein schwarzer, nach der Rechten aufspringender Löwe mit dop-peltem Schweife und blauem Halsbande. Ueber der Grafenkronc stehen zwei ge-krönte Helme. Aus dem rechten Hclnte wächst ein einwärtssehender schwarzerLöwe mit doppeltem Schweife und blauem Halshande empor und auf dem linkenHelme steht ein zweiköpfiger goldener Adler. Die Helmdecken sind nach einigenneueren Abbildungen rollt und silbern, nach anderen, und den Farben des Schildesentsprechend, blau und golden; auch halten nach den Angaben Einiger den Schildzwei schwarze auswärtsseilende Löwen, und am Fusse des Schildes liest man aufeinem Rande die Devise: Omnia desuper.

Alle, aus der Schweiz stammende Familie, deren Stammschloss Ile-roldingen im Canton Uri, 3 Stunden von Altorf, lag, und aus welcherGlieder im deutschen Orden und in mehreren hohen Stiftern vorkommen.ISucelini erwähnt zuerst Hedwig 1107 als erste Aebtissin zu Seedorf;Melchior war 1184 Ritter des Ordens S. Lazari und Comthur zu Jeru-salem, Cuno unterstützte 1257 Itzlingen gegen Truh, und Conrad fiel1315 für das Vaterland hei Moorgarten. Andreas lebte, reich begütert,um das Jahr 1480 und ist der Ahnherr der später und jetzt blühendenGlieder der Familie. Der Sohn desselben: Josua I., welcher das SchlossSteineck in Thurgau gekauft und unter Carl V., sowie unter Philipp II.von Spanien gekämpft hatte, hinlerliess zwei Söhne: Josua II. und Se-bastian. Ersterer stiftete die Sonncnbergsche Linie, welche durch sei-nen Sohn Johann Conrad fortgesetzt worden und nicht, wie Gauhe an-gieht, erloschen ist; Letzterer, Sebastian, gründete die GundelhardischeLinie, welche der Sohn desselben: Hec.tor , gest. 1623, fortpflanzte.Hie Sonnenbergsche Linie wurde später gewöhnlich als die Johann Con-