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GRAFEN V. BAUDISSIN.
£utl)crifdj.
Grafen v. Baudissin.
Säncmarlt uitir ©cftm'rid).
Besitz: in Schleswig und Holstein: Knoop und Fricdrichshor, Borstel umi Holm, Rantzau,Hohensasel, auch Sophienhof etc., und in Oesterreich: Karlstctten, Toppcl und Was
Wappen: quadrirter Schild mit Mittelschild; in letzterem in Blau dreis ilberne, an den Stürzen mit goldenem Rande versehene Jägerhörner ohne Band;Biigel und Mundstücke in der Mitte des Schildes mit den Spitzen nach Art einesSchächerkreuzes zusammengestellt, i und 4 in Roth zwischen zwei silbernen Ad-lersllügeln oben ein goldener sechseckiger Stern. 2 und 3 in Roth ein rechlsge-kehrter, schwebender, geharnischter Mannsarm mit gezücktem Säbel in der Hand.Ueber dem Schilde eine Grafenkrone, auf welcher drei gekrönte Helme stehen. Dermittlere Helm trügt drei Slraussenfcdern, rotli, silbern, roth; auf dem rechten Helmeerhebt sich das Wappenhild des l. und 4. und auf dem linken das des 2. und3. Feldes. Die Helmdecken sind rechts und links roth und silbern, in der Mitteblau und silbern, und den Schild halten zwei auswärtssehende Greife.
Die Grafen v. Baudissin stammen aus einer alten schlesisch-lausitzerFamilie, welche sich: Bandiss, auch Budissin schrieb, und in Schlesien,wo sie Gross- lind Klein-Baudiss im Breslauischen und Bandiss im Lieg-nitzischen erhaute und wo einzelne Glieder der Familie sich bis in dieneueste Zeit fanden, nach Sinapius bereits 1326 vorkam. Die AnnahmeEiniger, dass dieselbe schon 1250 nach Schlesien, und zwar wahrschein-lich ans der Lausitz, gekommen sei, ermangeil der Gewissheit, hat aber,was den Ursprung aus der Lausitz anlangt, allerdings den von der Fa-milie bisweilen geführten Namen: Budissin für sich.
In der Lausitz war dies Geschlecht nach Grosser schon im 16. —Christiana v. Bandiss war 1572 Aeblissin des Klosters Marienstern undAnna v. Bandiss um dieselbe Zeil Aebtissin des Klosters Marienthal —und 17. Jahrhunderte sehr bekannt und mit mehreren Gütern, beson-ders mit Schmollen und Luppau, angesessen, ging aber hier mit WolfSiegmund v. Baudissin, welcher am 25. Dec. 1682 zu Schmollen starb,im Mannsstamme aus.
Wölk Heinrich v. Baudissin aus dem lausitzer Hause Luppau, k.sc hwed. Feldmarschall, geh. 1579, gest. 1646, wendete sich nach sei-ner 1633 crfolglen Vermählung mit Sophie v. Rantzau a. d. H. Brei-tenbürg nach Holstein, wurde unter die dortige Ritterschaft aufgenom-
serburg.-