GRAFEN V. ATTERS.
IM
Grafen v. Attelns.
latljolifd). ©eflemid).
Besitz: Herrschaft Schraltenlhnl und Therasburg; Herrschaft Rann, Windisclilandsherg, Har-tenslein, Oliraia, Burgfeislritz, Dornau, Wurmberg und Freihof Pettau; Herrschaft Ga-hos; Herrschaft Gösting und St. Gotthardt, Slrass und Unlervogau; Herrschaft Ehren-hattsen, Gamlilz und SpiclFeld; Herrschaft Wasserlconburg; Campagna etc.
"Wappen: quadrirter Schild mit Mittelschild. Im rotlien Mittelschild derVurdertheil eines linksgekehrten, aufsteigenden silbernen Hundes (nach dem Diplomeeines Laidhundes oder Brackens) mit rothem Halshande. 1 und 4 in Gold einschwarzer doppelter Reichsadler mit ausgebreiteten Flügeln und Klauen, über wei-chein eine k. Krone schwebt. 2 und 3 in Roth drei aufsteigende ganze silberneSpitzen (von unten auf über sich gehende Spitzen, oder sogenannte Spickel). DerSchild ist mit einer goldenen, königlichen, mit Edelsteinen besetzten Krone bedecktund wird von zwei Aesten von Lorbeerbäumen, welche unten zusammengeschlossensind, statt der Helmdecken auf beiden Seiten ganz umgeben. Diese Beschreibungstimmt mit dem Diplom vom 6. Sept. 1630 und mit Wissgrill's Angaben, sowie mitdem Wappenbuche der österreichischen Monarchie, und so führt jetzt auch die Fa-milie das Wappen. Früher bedeckte den Schild ein gekrönter, mit silbernen undrollten Decken umgebener Hehn, aus welchem ein rechtssehender silberner Hundmit rothem Halsbande emporwuchs, und so ist das Wappen in den Supplementenzum Siebmacher als neues Wappen der Grafen v. Altems aufgeführt, während da-selbst das alte, bei gleichem Helmschmucke, nur einen silbernen Schild mit dreirothen aufsteigenden und zwar abgekürzten Spitzen zeigt.
Der Ursprung dieses alten, so vornehmen und so reich begütertenGeschlechts ist eben so, wie bei den mehrsten Familien von sehr altemAdel, sehr dunkel. Schonleben, welcher die Genealogie dieser Familie1680 in Druck gegeben, hält die Grafen v. Altems, auf Grund einesallen, zu Cividale vorhandenen Manuscriptes, für Abkömmlinge von denehemaligen alten Herzögen von Franken: eine Annahme, welche denHeraldiker ansprechen muss, da jene Herzöge bekanntlich im rothenSchilde drei silberne Spitzen führten. Nach einer uralten Ueberliefcrungin der Familie seihst stammt das Geschlecht von den berühmten Reichs-grafen v. Montforl und Bregenz in Schwaben ab, und der Name Altemssoll erst im 12. Jahrhundert angenommen worden sein. Dieser An-nahme steht entgegen, dass, wie auch Wissgrill angiebt, aus Urkundenerweislich ist, dass die Allems als vornehme Castellane und Freie vomalten Adel schon lange vor den Zeilen Kaiser Friedrichs I. in Friaul be-rühmt gewesen sind, und so ist denn selbst Sigismund Graf v. Alterns,