GRAFEN V. AUMANSPERG.
Grafen v. Armansperg.
ÜiatljoltftI). Öag cvn.
Besitz: Schloss Egg und Lohara in Bayern; Breitcnried in Oeslerreich.
Wappen: im blauen Schilde ein silberner linkssehender Adler mit ge-schlossenem goldenen Schnabel. Den Schild deckt ein gekrönter Helm, auf demzwischen zwei blauen BiilTelshörnern ein Adler, ganz wie im Schilde, stellt. DieHelmdccken sind blau und silbern.
Das uralte Geschlecht der Armansperge (auch Arnsperger, Ambs-perger) ist derselben Abkunft, wie die Inkofern von Inkofen, welche dasErbschenkcüamt der alten Kirchberge hatten, schieden sich aber vonden Inkofern schon um das Jahr 1160. Die ununterbrochene, urkund-liche Slammreihe läuft fort vom Jahr 1248 mit Siboth Armansperger,llitter und Erbtruchsess von Kirchberg, und seiner Base und Gattin Irm-gard Inkofer und ihrem Sohne Dietrich Armansperger, genannt Inkofer.— In der Hälfte des 15. Jahrhunderts gründete Ritter Armanspergereinen eigenen Zweig im Elsass. — Stephan Armansperger des AcllerenSohn war Martin, der Stifter einer eigenen Linie und der gefürchtelcHussitenheld, welcher sich 1431 an die Spitze der wehrlosen, verzwei-felnden Laudieute stellte und die Ilussiten in die Flucht trieb. Im Siegeder Neumarktcr Pfalzgrafen Johann und seines Sohnes Christoph bei IIii—dersried am 16. Sept. 1433 trug Martin Armansperger das Banner derBogenschützen. — llans Wilhelm Armansperger, k. Hartschierhauptmann,war mit Kaiser Carl V. vor Algier und in der Mühlberger Schlacht. —Erasam und Hans Willielm Armansperger wurden zu den besten Kriegs-hauplleutcn Schwendi's, Basta's und der Erzherzöge Matthias und Maxi-milian in Ober- und Niederungarn und in Siebenbürgen gezählt. KurfürstCarl Maximilian Emanuel erhob die Armansperge 21. Sept. 1719 in derPerson Johann Georgs v. Armansperg in den Freiherrenstand, und Kur-fürst Carl Theodor 7. Juli 1790 Johann Georgs Enkel, den FreiherrnFranz Xaver Ignaz Joseph, in den Reichsgrafenstand. Von dem Letz-teren stammen die jetzigen Grafen v. Armansperg im zweiten und drit-ten Gliede ah. Schloss Egg erwarb 1726 Hans Anton Freiherr v. Ar-mansperg, dessen Urenkel Graf Joseph Ludwig ist.
Die Familie zerfällt jetzt in die ältere und in die jüngere Linie.