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1 (1852) A - K
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GRAFEN V. ANDLAW.

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Grafen v. Amllaw. (Andlau.)

iSattjfflifdj. Sahen uttb Sdpuei;.

Besitz: die Rittergüter Bellingen und Falkcnsleig eic.

Wappen: in Gold ein doppelter schwarzer, golden bewehrter Adler, wel-cher auf der Brust einen goldenen, der ganzen Fläche nach mit einem rothen glat-ten Kreuze überzogenen Schild trägt. Ucber der Grafenltrone ein gekrönter Hehn,auf welchem der Rumpf eines alten, graubärtigen, gekrönten Mannes mit rothemUnter- und goldenem mit Hermelin verbrämten Oberkleid steht. Helmdecken rothund golden. Im Wappenhuche der österreichischen Monarchie findet sich nurder einfache goldene, mit dem rothen Kreuze überzogene Schild. Uebcr der Gra-fenkrone stellt der gekrönte, den Rumpf des Mannes tragende Helm. Die Beklei-dung des Rumpfes stimmt nicht mit dem Stammwappen: man sieht nur einenweissen Kragen und ein mit Hermelin verbrämtes Oberkleid.

Uralles sliflsfiihiges Geschlecht im Elsass und unstreitig eins deredelsten und ausgebreitetsten des gesaimnlen deutschen ßeichsadels, wel-ches schon in grauer Vorzeit zu den ältesten vier Erbrillergeschlechlerndos h. röm. Reichs, welches Vorrecht 1550 Kaiser Carl V. bestätigte,sowie zu den reichsunmittelbaren ritterschaftlichen Cantonen im Elsassund in Schwaben gehörte. Alten Ueberlieferungen nach sind die And-law mit den Römern in die Gegenden des nachherigen Elsasses gekom-men und haben schon um 900 das Stammschloss und die Burg Amllawunweit Sirassburg gegründet. Anonymus ab Audio war 996 auf demTurnier zu Braunschweig, Gotthard I. v. Andlow 1080 zu AugsburgTurniergenosse, und Gotthard II. 1119 zu Güttingen Turnierkönig; Diet-rich wohnte 1165 dem Turnier zu Zürch hei, und Erasmus, Ehrenfriedund Eipfo erschienen 1209 hei dem Turnier zu Worms. Walter, Hein-rich, Diepold und Peter stritten und fielen mit Herzog Leopold vonOesterreich 1386 hei Sempach; Matthaeus war 1448 Abt zu Murbach;Georg 1460 erster Rector der Universität Basel, und Arbogast wurde1607 Malleser- und Johanniter-Ordensmeister in Deutschland. DieGebrüder Maria Rudolph Friedrich Ernst und Ludwig Franz v. Andlaw,Söhne von Johann Ludwig und seiner zweiten Gemahlin Anna Barbarav. Hagenbach, erhielten 16. März 1676 den Reichsfreiherrenstand, und1750 kam die französische Grafenwürde, 1814 aber die österreichischein die Familie.