GRAFEN V. ALTHANN.
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diesen Buchstaben so, wie derselbe in alter Schreibart gewöhnlich war (litera ma-jusciila, wie Spener sagt, et prisco charactere picta) und Altcrthumsforschern be-kannt ist, nämlich, dass die rechte Linie nicht schräg herunterläuft, sondern gebo-gen ist und so wie ein jetzt gewöhnlich geschriebenes französisches F aussieht.Eben ein solcher Strich, wie derselbe über dem Buchstaben F hergeht, besetzthier das A. Dos G.-T. d. gräfl. H. (1S4S. p. 14) giebt, wie die Abdrücke-mehrererPetschafte ergeben, sehr bezeichnend an, dass auf dem silbernen Querbalken derschwarze Buchstabe A in eigentümlicher Form liege, indem zugleich die Ziffer 3und ein T darin zu erkennen wären. Auf dem gekrönten Helme liegt ein silbernaufgeschlagener und ringsumher golden eingefasster rother Fürstenhut, aus dessengoldenem Reichsapfel eine grüne Tanne zwischen zwei Fahnen heivorwächst. Dierechte Fahne ist silbern, die linke roth, und beide sind mit einem doppelten schwar-zen Adler belegt. Hehn und Schild umgiebt statt der Helmdecken, welche sonstsilbern und roth waren, ein rother, mit Hermelin gefütterter Wappenmantel. -— DerMichael-.lohannischc oder Spanisch-Althannischc Zweig führt wegen des demselbenzustehenden Reichs-Erbschenken-Amts über dem silbernen Querbalken im Rothenden goldenen Schenkcn-Pöcal.
Uralte, aus Schwaben stammende gräfliche Familie in Oesterreich,welche mit den Fürsten v. Waldburg einerlei Ursprung in der Persondes Grafen Jiabo v. Thann und Winterstelten, gest. 719, haben soll.Dietmar v. Thann, gest. 1223, zog im hohen Aller mit dem Herzogevon Oesterreich Leopold ins gelohte Land, errettete ihn dort aus grosserLehensgefahr durch seine Tapferkeit und wurde deshalb mit dem Nameneines tapferen Alten belegt. Einer seiner Nachkommen, Wolfgang, zogzwischen 1521 und 1531 aus Schwaben nach Niederösterreich, wo dreiseiner Söhne: Christoph, Eustach und Wolfgang Wilhelm, 24. März 1574in den Reichsfreiherrenstand erhohen wurden, 1578 das Incolat in Un-garn erhielten, und drei besondere Ilauptlinien stifteten, die älteste,die mittlere und die jüngste.
Die älteste, von Christoph , gest. 15. Dec. 1589, gestiftete Liniet hei lte sich durch seine Söhne Michael Adolph I. und Quinlinus Leo in denälteren oder Michaelischen, und in den jüngeren oder Quintinischen Ast.Erslcren bildete Michael Adolph I., gest. 1G36 als k. k. Feldmarschall,welcher 1598 zur römisch-katholischen Religion übertrat, wobei er, weildies am Feste des h. Michael geschah, alle seine männlichen Nachkom-men zur Führung des Namens Michael, die weiblichen zu der des Na-mens Maria verpflichtete. Er wurde am 18. Juni 1 G 1 0 in den Reichs-grafenstand erhohen. Seine zwei Söhne: Michael Johann 1. und MichaelWenzel Franz veranlassten zwei besondere Zweige: den Michael-Johan-nischen und den Michael-Wenzelschen. Der Michael-Johannische oderSpanisch - Althannische Zweig, welchen Michael Johann I., gest. 1646,gestiftet, führte sein älterer Sohn, Michael Johann IL, fort, während seinjüngerer Sohn, Michael Adolph IL Ignaz, den mährischen Nebenzweig zuGrussbach bildete, welcher im Mannsstamme 27. Nov. 1795 erlosch.Der Sohn von Michael Johann IL, Michael Johann III., erhielt für sichund seine männlichen Nachkommen 19. Juni 1714 vom Kaiser Carl VI.das Reichs-Erbschenken-Amt, wie er auch 1715 die Würde eines Grandsvon Spanien und 12. Mai 1719 die grossen Herrschaften Murakös undTschackalhurn in Ungarn erlangt hatte. — Der Michael-Wenzelsche oderSchlesisch-Allhaniiische Zweig, gestiftet von Michael Wenzel Franz, dem
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