Druckschrift 
1 (1852) A - K
Entstehung
Seite
11
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GRAFEN V. AICHELBURG.

liarnischte Männer mit offenem Visir, rolliem Helmbusch und anhängender Wehre.Jeder derselben hält mit der freien Hand ein rothes Panier mit goldenen Fransenund Quasten. Auf dem rechten siebt:Probitate", auf dem linken:et Solerlia".Am Scbildesfusse finden sieb auf einem biegenden Bande die Worte:de Deoauxilium".

Altes kärntensches Geschlecht, welches in alten Urkunden auch oft :Eichelberg geschrieben wird. Das iiiteste Stammschloss Aichelberg mitBadenhof, St. Stephan und Rolheulhurm liegt im sogenannten Gailthal heiVillach in Kärnten und befindet sich noch jetzt im Besitze der Familie.Die Vorfahren kamen nach Kärnten aus Franken, wo sie nach vorhan-denen Grabsteinen in der Marienkirche zu Wiirzburg schon 982 bekanntwaren, um das Jahr 1570 aber im Ilauptstamme verblühten. Die durchfortlaufende Lehnsbriefe der Erzherzoge von Oesterreich über die Stamm-feste Aichelberg erwiesene Stammreihe der kärntner Linie beginnt mitChristoph v. u. z . A., welcher, der Kaiser Friedrich III. und Maximilian 1.Verordneter und Land- und Hoflehnrechtsbeisitzer in Kärnten, von Maxi-milian I. d. d. Innsbruck, 4. Juni 1507, die Lehen über Aichelburg, so-wie die Bestätigung seines ursprünglich alladeligen Herkommens undeine Vermehrung des Wappens erhielt. Seine drei Söhne aus zweiterEhe mit Dorothea Gräfin v. Thum, Franz , Friedrich und Georg warendie Gründer dreier Linien. Der Erstere, Franz , vermählt mit Anna Mttlil-slctterin v. Flaschberg, gründete die ältere noch jetzt thcils im Grafen-,thcils im Freiherrenstande in mehreren Acslen blühende Linie, aus derGeorg Christoph v. u. z . A., der kärntner Stände Verordneter, Landes-hauplmannschaflsverweser zu Klagenfurth etc., mit dem ganzen lebendenGeschlechte vom Kaiser Ferdinand II. laut Dipl. d. d. Wien 12. Febr. 1027in den erhländischen Freiherrenstand mit dem Titel zu Greiflenslcin undBadenhof, und Ferdinand Anton , Freiherr v. u. z. A., k. k. Rath und Kreis-hauptmann in Kärnten vom Kaiser Joseph II. laut Dipl. d. d. Wien 3. Febr.1787 in den Grafenstand erhoben wurde. Der Sohn desselben MariaFranz Anton wurde 15. Sept. 1791 in Görz und 1792 am 9. Nov. inSteiermark in den Herrenstand eingeführt, und von ihm stammen diejetzt noch lebenden Glieder der gräflichen Familie ab.

Friedrichs Nachkommenschaft erlosch schon mit dem Urenkel GeorgChristoph, Freiherrn v. u. z. A., welcher anfangs der Krone Polen, spä-ter aber dem Kaiser Ferdinand II. im 30jährigen Kriege diente und 1034bei Nordlingen gegen die Schweden als Rittmeister des Pappenhei'ra'schenCuirassier-Regiments fiel.

Georgs Nachkommenschaft aus der Ehe mit Eva Mondaxl v. Pot-tendorf leistete besonders an der croatischen und Carlstädter Grenze demErzhause Oesterreich in den welschen und türkischen Kriegen vieleJahre wichtige Militärdienste und soll, nachdem sie wegen der Herr-schaften Holtendorf und Greiflenslcin in Niederösterreich den Herrenslanderhalten hatte, mit Joseph Freiherrn v. A. erloschen sein, wird aber vonWissgrill nicht aufgeführt.

Das jetzige Haupt der Familie ist: FERDINAND Anton , Graf undHerr v. u. z. A. Sohn des Grafen Maria Franz Anton, geb. 13. Nov.1754, gest. 20. Jan. 1838, k. k. Kämmerer und Ilofrath hei der ver-