GRAFEN V. Alll.EFKLDT.
2 und 3 der Länge nach getheilt; rechts in Blau auf einer Wasserfläche ein ge-hrönter, rechtssehender, güldener Löwe; links in Gold zwei aufwärts neben einan-der gestellte rollte Fische, beseitet von 12 schwarzen Kreuzen in drei Reihen, jedezu 4 unter einander stehenden Kreuzen. Den Schild bedecken drei gekrönte?Helme.Auf dem rechten Helme steht ein rechtssehender goldener Adler mit ausgebreitetenFlügeln; auf dem mittleren sitzt ein goldener, gefönter Leopard, welcher in jederVorderpranke drei rollte, mit einem silbernen Kreuze bezeichnete, nach aussen flie-gende, in den Schatten gekreuzte Fahnen hält; auf dem linken Helme aber, nureinem rothen Kissen mit goldenen Quasten, ein einwärtsgehender silberner Hundmit rotlicm Hälsbande. Den Schild hält rechts ein goldener Löwe, welcher einenHelm mit geschlossenem Visir trägt, auf dessen Krone sich 7 schwarze Federn er-heben und links ein silberner hervorschreitender Elcphant. — Das eigentlichereichsgräfliche Wappen nach dem Diplome vom 14. Dec. 1665 findet sich im Lexi-con over adelige Familicr i Danmark etc. Rd. I. Tab. IV. 1. wie folgt: quadrirterSchild mit Mittclschild. Im blauen Mittelschilde ein goldener rechtssehender Adlermit ausgebreiteten Flügeln und Klauen. Feld l ist senkrecht gel heilt und enthältdas Stammwappen: rechts ein schwarzer, gesenkter, an die Thcilttngslinic ange-schlossener Adlerflügel in Silber, links zwei rollte Querbalken in Silber. (Ein ge-senkter silberner Flügel in Blau kommt nach der erwähnten Quelle, die doch diesicherste ist, der Esselmarker Linie, die liier nicht in Rede steht, zu.) Feld 2 von•Roth und Silber der Länge nach getheilt, ohne Bild; 3 in Gold ein grüner Baum;4 quer getheilt, oben blau, unten ein im Wasser nach der rechten Seile schwim-mender Fisch (Stör). Den Schild decken drei gekrönte Helme. Der rechic trägtzwei Adlerflügel, von denen der rechte golden, der linke silbern ist; auf dem mitt-lem Helme sitzt auf einem rothen, mit goldenen Quasten verzierten Kissen einrechtsgekehrter silberner Bracke mit rotlicm Halsband und auf dem linken erhebtsich ein Pfauenschweif von 10 Federn in zwei Reihen, jede zu 5. Den Schild uin-giebt ein Hermclinmantel mit goldenen Fransen. Bei der 1072 erfolgten Ernennungzu dänischen Lehnsgrafen zu Langeland und Rixingen wurde das vom Kaiser Leo-pold I. verliehene Wappen vermehrt und später trat eine nochmalige Veränderungein. Beide Wappen linden sich a. a. 0. Bd. I. Tab. IV. 2 und 3, und 4 giebt dasWappen der Grafen v. Ablefeldt aus der Linie Esselmark.
Uraltes, vornehmes holsteinisches Geschlecht, welches nach Fami-liennachrichten ursprünglich, wie auch Henniges annimmt, aus Schwa-llen stammen soll. Nach diesen Nachrichten wird der Ursprung derFamilie von den alten Reichsgrafen von Schwabeck und Baltshausen, welchezugleich bis ins 13. Jahrhundert erbliche Land- und Schirmvoigle derfreien Reichsstadt Augsburg waren, abgeleitet. Als Stammvater des gan-zen Geschlechts wird der Reichsgraf Stiiggerus v. Baltshausen in Schwa-ben genannt. Die Gemahlin desselben war die Erbtochter des letztenGrafen v. Schwabeck, Bertha, durch welche er jene Grafschaft erbte undsieh seitdem Graf v. Schwabeck und Baltshausen genannt haben soll.Von seinen beiden Söhnen starb der eine, Werner, ohne Erben, der an-dere, Conrad, welcher um das Jahr 1000 lebte, hinlerliess von seinerGemahlin Richenza, der Tochter eines Markgrafen von Oesterreich, zweiSöhne: Suiggerus und Hunold. Erslerer erbte die väterlichen Güterund pflanzte das Geschlecht der Grafen v. Schwabeck und Baltshausenfort, doch erlosch dasselbe schon mit seinem Enkel Werner um dasJahr 1230. — Letzterer, Hunold, wandle sich nach dem Hildesheimi-schen, erbaute daselbst hei dem Städtchen Ahlefeld, um das Jahr 1066,eine Burg, nannte sich, nachdem er jenes Städtchen erblich an sich ge-bracht hatte, einen Grafen v. Ahlefehl und wurde Stammvater aller nochjetzt lebenden Glieder der Familie. Der Urenkel dieses Hunold: Conrad,