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dem Grafen Michael zu Werlheim zum Curator adlites und zwar auf des Grafen eigenes Verlangen be-stellt, weil derselbe sich erst im 22. Jahre, alsonoch in der Minorennität befunden 14 ).
Michael III. bekam eine sehr sorgfältige Erzie-hung. Einer seiner Lehrer war der Magister ChristophSehaub von Weissenburg, welchem er später (15. März1548) mit Wissen und Willen seiner Vormünder diePräbende von St. Katharina auf Unser lieben FrauenStiftung zu Wertheim lehenslänglich verlieh 15 ). Daschon Michael's Vater Graf Georg ein eifriger Anhängervon Lulher's Lehre gewesen, und seine beiden Vor-münder, der Graf Wilhelm von Eberstein und derSchenk Wilhelm von Limpurg, wie auch seine Mutterder Kirchenreformation zugethan waren; so wird manes natürlich finden, dass Michael III. ganz in demneuen Glauben erzogen wurde. Nachdem er vorhersorgfältig in den alten Sprachen unterrichtet worden,bezog er (im Juni 1544) l6 ) mit seinem Oheim, demSchenk Christoph von Limpurg, die Universität Witten-berg und stand daselbst mit Luther und anderen Re-formatoren in näherer Freundschaft und häufigem Um-gang. Allgemein erregten die Bescheidenheil, das feineBenehmen, das eifrige Studium, die seltenen Talente
14) W U. Ii. ii. CCXXX1II.
15) Urk. im gräfl. Werth. Archiv.
Iß) In dem Album Acadeiniae Vitebcrgensis (ex autograph. ed. C. E.Förstemann. I.ips. 1841. 4°.) p. 214 sind beim .1. In44 linier denim Juni immatriculirten Sludirenden aufgezeichnet: Michael Comesde Wertheim, Christopherus IN'obilis dominus Semperfreia l.impurgk,Christopherus Sehaub Weissem!)urgensis.