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wie die Volkssage meldet, ein heftiger Gegner Luther's,ward er bald dessen eifrigster Anhänger 14 ). Er sah inder Gährung der Geister eine grosse Umwälzung derDinge. Er wollte sich dieser anschliessen, und so dieVortheile derselben einärndten, hoffend, eine grosseRolle hei den bevorstehenden Staatsveränderungen zuspielen. Graf Georg ergriff daher freiwillig 15 ) derBauern Partei. Ohne dem Bischof Fehdebriefe zuzu-schicken, wie l6 ) Götz von Berlichingen gethan, erschiener nicht mehr auf den ausgeschriebenen fränkischenLandtagen 17 ) und als die Bauern aus dem Odenwald,der schwarze Haufen, zum Unterschied so genanntvon dem hellen Haufen, der von Rothenburg her-zog, von Amorbach gegen Miltenberg rückte. 18 ), unddie Grafschaft Wertheim betrat; so nahm Graf Georg
14) Vgl. W U. B. n. CCXV1H die Grahsehrift Georg's.
15) l.orenz Friess 1. c. S. 59: der Graf Georg v. W. — halle ent-weder an dem Wesen der Bauern Gefallen gefunden oder geheimeAbsichten gehabt, indem er freiwillig mit denselben sich verbrü-derte und ein Hauptmann im Heere ward. — Die andern Quellendagegen sagen, dass er gezwungen mitzog. Cf. Historie belli rus-ticani bei Gropp scriptt. rer. Wirceh. collect. I. 282. Alte Hand-schrift über den Bauernkrieg Archiv des hist. Ver. des Untermain-kreises III. 2. S. 123.
Iii) Lorenz Friess bei Ludewig S. 888.
IT) L. Friess 1. c. S. 881.
18) Götzens v. Berlichingen Lebensbeschr. Nürnb. 1731. S. 209. Vgl.Bensen S. 175: Götz ritt dem Graten Georg v. W. entgegen, dervon den Hauptleuten nach Amorbach zur Abschliessung eines Vertrags beschieden worden war. Man hatte von dem Grafen Geschützebegehrt und Götz in seiner zweideutigen Bolle suchte ihn zu be-wegen'-, mit der Auslieferung zu zögern: zu Miltenberg verbandsich endlich der Graf und gelobte Geschütz und Munition zuliefern. — — So war dem Grafen kein Zaudern gestattet. Er Hesssein Geschütz — — nach dem Kloster Neubronn abführen.