HmlS Vogelfang. 363
dahin in Parchim wohnend, übernahm 1702 das v.Dcssin'sche Lchngut Pcnzlin und starb dort 1734.Sein Sohn empfing das vorhin nur zu Pfandrecht ihmgehörige Gut 1753 zu Lehen und starb in der Nacht vom22. zum 23. Februar 1761.
Er hinterließ Fricderike — mit diesem Vornamenunterzeichnet dieselbe — v. Oertzen als Wittwe mit zweiKindern: Hans Engel Christian Otto Friedrich Georg,später preußischer Militär, und Jlsabe Euphrosyne Sabine;die Tochter führte also zwei ihrer Namen nach ihrer Groß-mutter, Siegfried's VII. Wittwe, geb. v. Pritzbnr. Dazu istdie Wittwe v. Lützow im Sommer 1761 noch von einerTochter entbunden worden, welche die Namen HenrietteMargarete Elisabeth (oder Sophie?) Juliane empfing, alsozuni Theil nach ihrer jüngsten Mutter-Schwester (Z 348).— Als Sticfgeschwister dieser drei waren noch vorhandenein Sohn und 3 Töchter aus des v. Lützow erster Ehemit einer v. Krusemark (aus dem Brandcnburgischcn).
Deren Nachfolgerin ist Friederike v. Oertzen gewordenim Jahre 1751, und zwar Wohl am 28. April oderunmittelbar nachher. Denn an diesem Tage ist der Ehe-Vertrag — der einzige aus dem Hause Vogelfang, vonwelchem sich Kunde erhalten hat — zu Penzlin aufgesetztworden. Unterzeichnet ist er von dem Brautpaare, denAeltern der Braut, einem Otto Heinrich v. Bülow, undendlich von Henning Friedrich v. Lützow. Dieser letzteName giebt einen Fingerzeig, von wo die Bekanntschaftdes Brautpaares stammt. Der Träger desselben, durchseinen Vater Adam 5?ricdrick> ^ ein Brudersohn von HenningLambcrt v. Lützow, hatte etwa 1740 Prcensberg erworben,wo die v. Oertzen auf Vogelsang gern gesehene Gästegewesen waren, nämlich beim Obristlicutenant Bornefeld(S. 325). Entweder dieser selbst oder dessen Erben habenan v. Lützow verkauft.
Laut ihrer Ehcpactcn empfing Friederike v. Oertzen700 Neichsthalcr N^/s, dazu nöthige Kleidung und Leib-zeug; dies wird Wohl zu 300 Reichsthaler gerechnet sein,weil so ebenfalls die 1000 Rcichsthaler herauskommen,welche ihre Schwestern zur Aussteuer erhielten. Ihr