Hans Vogelsang. 347
„Geschichte des preußisch-schwedischen Krieges in Pommern,„der Mark und Mecklenburg 1757 — 1762, nach gleich-zeitigen preußischen und schwedischen Berichten, von v. d.,/ßDeckesjn, Berlin, 1858", (S. 47), erzählt:
„General Graf v. Dohna, der seit dem November„1758 in Sachsen operirt hatte, war mit seinem Korps„wieder nach Pommern aufgebrochen und Ende December„unweit Dcmmin eingetroffen. — — Die schwedische„Armee hatte unterdessen ein stark verschanztes Lager bei„Greifswald bezogen. Außerdem suchte der Feind„Schwedisch-Pommern vor einem Einfalle von Mecklenburg„her durch die Besetzung des Passes von Dammgarten„zu sichern, behufs dessen eine Abtheilung von 250
„Mann (!) Infanterie dahin gelegt wurde. Zur
„größeren Haltbarkeit (?) des Postens wurde überdies eine„Rcdoute aufgeworfen und mit dem nöthigen (??) Geschütz„versehen (?). Das Kommando dieses Postens war dem„Hauptmamn v. Oertzen, vom Regiment« Löwenfeldt,„übertragen worden. In eben dieser Zeit legte Graf„Hamilton das bisher geführte Kommando der schwedischen„Armee in die Hände des Generallieutenants v.„Lantingshausen nieder."
„ErafDohna war, anstatt sich mit den Belagerungen„von Anklam und Demmin aufzuhalten (?), gegen Damm-garten vorgerückt und noch am 31. December 1758 vor„diesem Städtchen eingetroffen. In der Nacht zum 1.„Januar ließ er mehrere Batterien (!) errichten, aus denen„am nächsten Morgen, nachdem der schwedische Komman-dant die Uebergabe verweigert (!), die Redoute und die„Stadt selbst beschossen wurden. Nach kurzem Widerstande„verlangte jedoch der Hauptmannv. Oertzen zu kapitu-„liren und erhielt mit der Besatzung unter der Bedingung,„ein Jahr lang nicht gegen den König von Preußen und„dessen Alliirte zu dienen, freien Abzug; zugleich aber„mußte sämmtliches Geschütz (!) nebst der Munition dem„Sieger übergeben werden."
„Diese Ucbergabe von Dammgarteu, ohne bei der„Wichtigkeit dieses Postens energischen Widerstand geleistet