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Vertretung ihrer Vorschläge über die Laudes-Admiuistratiouberufen worden. Allmählich hat v. Plüskow sich Wohlimmer mehr in den Vordergrund gestellt. Das hat vielUnwillen erregt, und neben anderen, in der Landesgeschichtcoft besprochenen Zusammenstößen ist es auch zwischenSievert v. Oertzen und v. Plüskow zn einem solchengediehen. Es hat sich dies unter wesentlich verändertenUmständen hinsichtlich der obersten Landesverwaltung zuge-tragen. Auf Drängen der Rcichsfürsten hatte der Kaiseram 28. April 1733 den Herzog Christian Ludwig zumkaiserlichen „Kommissar" bestellt, die an die welfischcnHäuser und Brandendurg ertheilten Aufträge widerrufenund das Land sich selbst zurückgegeben. Zur „Mitbe-sorgung" der Landes-Finanzen wurden dem Herzvg-Com-missar die beiden Landräthe v. Pedcrsdorf und HclmuthFriedrich v. Oertzen zur Seite gestellt (1735, vgl. S. 33).Nachdem so die Gefahr sowohl einer Preußischen alshannoverschcn Annexion abgewendet war — 1733 war eszwischen beiden Mächten fast zum Schlagen deshalbgekommen, in Anlaß des von Herzog Karl Leopold hervor-gerufenen Landes-Aufgebots —, wachte der kaiserliche Hofnun um so eifersüchtiger über die Aufrechterhaltung seinerAutorität als oberste Reichsbehörde. Es war eiu harterSchlag, der vou daher den Landrath Sievert v. Oertzenauf Vogelsang traf.
Im I. 1737 hatte der (erste) Graf Henning Friedrichv. Bassewitz auf Prebberede — so berichten die Acten — sich„gegen den Engern Ausschuß und insonderheit gegen den„Landrath v. Plüskow einen gefährlichen Anhang im„Lande zu verschaffen und lauter schädliche Neuerungen,„namentlich wegen Verbesserung der Landtagsformcn in„den Verhandlungen und Beschlüssen und wegen Abstellung„cingeschlichener Mängel, einzuführen gesucht uud durch die„Landräthe v. Behr auf Tangrim und v. Oertzen auf„Vogelfang darauf einzugehen veranlaßt." Behr sagt am24. April 1737, ihm und dem Landrath v. Oertzen seifast das halbe Land feind wegen ihrer Eingabe vor 7Jahren; sie hätten aber wenigstens ihre Seele gerettet.Die Sache kam an den Kaiser, v. Plüskow, welcher sehrangesehen und einflußreich, oft aber auch eigenmächtig war.