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4 (1886) Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart
Entstehung
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312 Meklenburglsche Linie,

Jahre lang hat er friedlich und ohne besonders in dieÖffentlichkeit zu treten, zu Woltow gelebt.Der Besitzdieses Gutes machte ihm viel Freude; mit nachhaltigemEifer und großem Erfolge widmete er sich der Verbesserungund Verschönerung desselben. Zahlreiche Bauten, sorg-fältige Culturen auf Wiesen, Feld und Weiden, namentlichauch in der Forst entstanden unter seiner persönlichstenLeitung. Am Wege von Woltow nach Walkendorf maßer noch in seinem letzten Lebensjahre selbst die Plätze fürBaumpflanzungen ab. Seinen Gutsleuten väterlichzugethan, sorgte er Hand in Hand mit seiner Gemahlinunermüdet für deren leibliches und geistiges Wohl underntete dafür kindliches Vertrauen und dankbare Herzen."

Es schien eine Zeit fast, als sollten den Gatten dieAelternfreuden versagt bleiben. Erst nach mehrjährigerkinderloser Ehe belebte sich das Haus, und drei Söhne hatLudwig v. Oertzen als Erben seiner wirthschaftlich gemehrtenHabe hinterlassen. Bald nach der Zeit, wo seine Ge-mahlin ihn zuerst mit Nachkommenschaft beschenkte, finger an, dem politischen Leben des Vaterlandes näher oderdoch darin hervorzutreten. An den unangenehmen Streitig-keiten innerhalb der Ritterschaft selbst, welche die früherePeriode füllten, war wenig Freude zu erleben. Die Stürme deslärmenden Jahres 1848 machten dem ein Ende, denn diealten Stände hatten nunmehr ihre Existenz zu retten,v. Oertzen gehört zu denen, welche den Widerstand gegendie Springfluth einer verfrühten Staats-Umbildung orga-nisirt haben und mit Glück der öffentlichen Meinung,durch Gründung desNorddeutschen Korrespondenten", Be-achtung für ihre Bestrebungen abzugewinnen wußten.Seine Thätigkeit auf diesem Felde läßt sich heute nochnicht erschöpfend behandeln. Bis an sein Ende ist er imgleichen Sinne thätig geblieben, unddie mannigfachen,ehrenvollen und einflußreichen Stellungen, zu denen er be-rufen ward, geben das. beste "Zeugniß von der Anerkennungund Vertrauen, welche er durch Fähigkeit, Tüchtigkeit undCharakter sich allseitig erworben hatte." 1861 ist er zumLandrath für das Herzogthum Güstrow ernannt worden,seit 1869 saß er im Engeren Ausschusse und war dessen