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4 (1886) Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart
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Hans Gorow, 313

und zugleich des Landtages Vorsitzender seit 1876. 1870wurde er noch Mitglied der Landesschuldcn - Tilgungs-Commission. Nebenher läuft eine aufmerksame Beschäf-tigung mit den Bedürfnissen nicht bloß der Landeskirche;bis in seine letzten Jahre hat er auch außerhalb der engernHeimath die zur Förderung kirchlicher Zwecke abgehaltenenVersammlungen mehrfach persönlich besucht.

In seinen letzten Lebensjahren litt Oertzen mitunteran Athcmnoth und Schwindel und sprach es oft aus,daß er sich an sein baldiges Ende gemahnt fühle,"namentlich auch durch den Hingang seines älteren Bruders,des Ministerpräsidenten Jasper (fi 1874). Seine beidenältesten Söhne hat er noch vermählt und sich selbst alsGroßvater gesehen, und auch sonst waren seine äußerenVerhältnisse aufs Beste geordnet. Holz-Lübchin, sein zuletzterworbenes Gut, war 1879 vollständig eingeäschert; ermachte sich daran, es nacheignen Entwürfen wieder her-stellen zu lassen; denn er verstand sich darauf, praktischzu bauen." Auch im September des Jahres nahm ernoch Theil an den Sitzungen des Engern Ausschusses zuRostock, wurde aber stark von seinem alten Uebel heimge-sucht. Er weilte gerne dort, wo sein elterliches Hausstand ehemals von dem Oberappellations - Gerichts-Prästdenten Friedrich v. Oertzen bewohnt, jetzt von dessenTöchtern, Ludwigs Schwestern.Er sollte nicht wiederdahin zurückkehren." Am 27. September befiel ihn zuWoltow ein erneuertes, heftigeres Unwohlsein; in derNacht darauf verschied er in den Armen seinesältesten Sohnes. Am 2. October wurde er auf demKirchhofe von Basse beigesetzt, noch im Tode geehrt vonFürst und Land.Tief ergriffen zogen die Anwesendenstill ihre Straße fort. Es war einer der BestenMecklenburgs begraben."

Am Tage darauf (October 3.) kavelten seine Hinter-bliebenen drei Söhne um die Güter. Der älteste Karl,welcher bis dahin Holz-Lübchin vom Vater in Pachtgehabt hatte, zog nun die Geld-Kavel und hat demnächstdas Großherzogliche Haushaltsgut Nütschow (bei Sülze)in Pacht genommen. Der zweite Sohn Friedrich erhielt