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4 (1886) Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart
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222 Meklenburgische Linie.

gebrochen hatte, so ward dasselbe gerichtlich aufgehoben,v. Oertzen am 13. März 173V gefangen genommen undzur Untersuchung auf das Schloß zu Schwerin gebracht,wo er in einem Zimmer von 3 Mann Soldaten bewachtward. Am 17. Junii 1730 wurde er mit den beidenv. Plcsscn vor der Justiz-Canzlei confrontirt und auf 148Artikel verhört.

Gleich darauf, am 21. März 1730, nahm Karl Leopoldv. Halberstadt in Begleitung von 8 oder 9 Leuten feierlichBesitz von Schossin; er zog freilich zunächst bald wiederab, blieb aber von jetzt an in ununterbrochenem Besitzedes Gutes. Die Justiz-Canzlei hatte die Absicht gehabt,das Gut administriren zu lassen, stand aber davon ab, dader rechtmäßige Besitz v. Halbcrstadt's unzweifelhaft war.Halbcrstadt verpachtete darauf das Gut an seinen Schwagerden Major Philipp Christoph v. Thun, welcher zu Schossinseinen Wohnsitz nahm und welchemAlles gehörte, was zuSchossin vorhanden war."

Zunächst ward lange Zeit darüber processirt, obv. Oertzen das freie Geleit gebrochen habe, oder nicht. Alsdies aber endlich entschieden war, da er durch die Mißhandlungdes Gerichtsboten ein neues Verbrechen begangen habe, soward er im März 1732 als Verbrecher in die Schloß-hauptwachc gesetzt, wo er sehr strenge bewacht und abgesperrtward. Jetzt begann die Untersuchung über den Rathlow'schcnTodtschlag. Am 14. März befahl der Herzog dem Defensor(Advocaten Lüders), sich bei der Vertheidigung aller frivolenund vor Gott und Menschen nicht zu rechtfertigendenRechtsmittel seinem Advocatencidc gemäß zu enthalten und dieFortsetzung des Processes nicht unverantwortlich aufzuhalten.

Claus v. Oertzen behauptete während des langenProcesses ununterbrochen seine Unschuld; die v. Messenhätten ihn mit hineingezogen, er habe weder den v. Nolckeerstochen, noch den v. Rathlow todt geschlagen. Diev. Messen behaupteten auch unschuldig zu sein, da sie denv. Rathlow nicht auf den Kopf geschlagen hätten. Aller-dings war es ganz unmöglich festzustellen, wer eigentlichder Todtschläger gewesen war, da alle immer zu gleicherZeit geschlagen hatten und der Tod nicht Plötzlich nach