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4 (1886) Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart
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Haus Gorow. 217

drängte. Dennoch mußte für v. Oertzen die ältere Sachenoch lange drückend sein, da er noch im Anfange des I.1732 den Herzog wiederholt bat,ihn von der fatalenNvlckeschen Sache zu nbsolvircn."

Der Schauplatz der ferneren Begebenheiten ist dasGut Schossin.

Der Letzte der Gammelincr Linie, Franz Karl v. Ocrtzen,hatte einen Theil seiner Güter verkauft, um Schossin haltenzu können, und nach vielen Bemühungen es erreicht, daßdiesem Gute am 19. April 1672 die Eigenschaft einesAllodialgutcs verliehen wurde. Franz Karl starb nochin demselben Jahre und hinterließ eine Wittwe MargareteElisabeth gebvrne v. Halberstadt aus dem Hause Kl. Brützund zwei Töchter, welche noch viele Jahre im ungestörtenBesitze des Gutes Schossin blieben, um so mehr, da derenganzes Vermögen in dem Gute stand. Nach dem Tode derWittwe 1699 fiel durch deren Testament das Gut an ihrebeiden Töchter und sollte von diesen zunächst an ihrenSchwiegersohn, den Lieutenant Hans Kurt v. Halberstadt,von diesem an ihres Bruders Sohn, den Obcrschcnk OttoChristoph v. Halberstadt fallen. Nach dem im I. 1717erfolgten Tode der Gemahlin des Hans Kurt v. Halberstadt,der letzten v. Ocrtzen der Linie Gammclin, kam dieser inden Besitz des Gutes Schossin. Die damals lebendenv. Oertzen von der Linie Roggow waren aber mit derAllodialisirung des Gutes nicht zufrieden. Schon gleichnach dem Tode der Wittwe v. Ocrtzen bestritt der ObristSiegfried v. Oertzen auf Vogelsang die Rechtmäßigkeit derAllodialisirung des Gutes und muthcte dasselbe, meldetesich auch 11. April 1711 zum Lchneide. Nach dem Todedes Hans Kurt v. Halbcrstadt 1717 erhob der Obrist-licutcnant Siegfried v. Oertzen auf Vogelsang, des OberstenSiegfried Sohn, eine Klage wegen Herausgabe des GutesSchossin, welche sich bis in das I. 1741 fortsetzte. Nach-dem Hans Kurt v. Halbcrstadt im I. 1727 gestorben war,traten die Söhne des Otto Christoph v. Halberstadt in dasihnen wiederholt versicherte Erbe ein, von denen durchVergleich der Capitain Karl Leopold v. Halberstadt aufLangcnbrütz das Gut Schossin erhielt. Die bisherige