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erschien der Herzog Karl Leopold im Jahre 1730 plötzlichwieder in Meklenburg und setzte alle Hebel, selbst die großenMassen, in Bewegung, um wieder zur unbeschränktenHerrschaft zu gelangen.
Da auch von vielen Reichsständen Bedenken gegen dieEntsetzung des Herzogs Karl Leopold erhoben waren, sobestellte der Kaiser im Jahre 1732 den Herzog AdministratorChristian Ludwig zum Hcrzog-Commissarius für dieLandesverwaltung. Zwar machte Karl Leopold noch einigeletzte Versuche, mußte sich aber doch endlich geben und am7. Februar 1735 zurückziehen. Auf vielseitigen Wunschzogen sich die hannoverschen, brauuschweigischen undpreußischen Truppen 1735 zurück, jedoch so, daß den Fürstenfür die ungeheuren Execntionskostcn eine Menge von Aemternzu Pfande gesetzt werden mußten, und der Herzog Com-missarius Christian Ludwig nahm schwarzburgische undHolstein sche Truppen zur Aufrcchthaltung der Ordnungin Sold.
Nun galt es vor allen Dingen, die zerrüttete Landes-regierung wieder in Ordnung zu bringen. Schon am 28.April 1733 waren der Obristlieutenant Sivert v. Oertzenauf Vogelfang und der Kammerjunker v. Behr aufTaugrim von dem Kaiser als Landräthc bestätigt. Bereitsdamals hatte Helmuth Friedrich seinem Vetter auf Vogel-sang Concurrcnz gemacht, indem er (1726) mit zu denPräsentandcn gehörte. Jetzt fehlten wieder in jedem Herzog-thume, Schwerin und Güstrow, zwei Landräthe. Aufdem Landtage von 1734 zu Rostock wurden zu jeder dervier Stellen drei Personen gewählt und dem Herzoge Com-missarius präsentirt. Aus diesen 12 Vorgeschlagenen wurdenfür das Herzogthum Schwerin die Schwäger (f. S. 16)v. Negendank auf Zierow und Etatsrath v. Oertzen aufGerdeshagcu und Roggow, für das Herzogthum Güstrowder Landmarschall v. Maltzan auf Grubenhagen und v.Pcderstorff auf Brockhuscn gewählt, vom Herzoge Com-missarius dem Kaiser präsentirt, von diesem bestätigt unddarnach ans dem nächsten Landtage beeidigt. HelmuthFriedrich v. Oertzen hatte im Jahre 1733 eine lange undschwierige Krankheit durchgemacht; das konnte ihn nicht