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4 (1886) Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart
Entstehung
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Meklenlmrgischc Linie.

ein Mann von Bedeutung, theils weil er auch eine wichtigestaatliche Stellung hatte, theils weil er der Stammhalterdes Hauses Roggow ward. Hclmuth Friedrich ward am14. October 1673 geboren; sein Vater schreibt in dieRoggower Familien-Bibel:Anno 1673 den 14 OctoberDingstags Morgens zwischen drey und vier Uhr ist unserdritte Sohn Hclmuth Friedrich gebohren und den folgendenSonntag getauft worden". Seine Vornamen, welche diePrediger auf seine geistigen Eigenschaften anwandten (Hell-Muth und Friede-Reich), empfing er Wohl von seinenOheimen, Gemahlen seiner Vaterschwcstern, Helmuth vonWessen und Hans Friedrich v. Lchsten; der wenigstens inder v. Oertzen'sche Familie neue Vorname Helmuth istsicher ein der v. Plesscn'schen Familie ganz eigenthümlicher. Leider kostete Helmuth Friedrich's Geburt seiner aus-gezeichneten Mutter Charlotte Beate geb. v. Erskin dasLeben, indem sie zehn Tage darnach am 24. October 1673starb.

Der Vater, tief gebeugt durch den Verlust seiner vielgeliebten Gemahlin, übergab seine mutterlosen Waisen derPflege seiner Schwiegermutter und ging eine Zeit lang bisSeptember 1674 auf Reisen, wahrend welcher Jaspar undHelmuth Friedrich die Pockenkrankheit glücklich überstanden.Am 29. Junii 1676 vermählte der Vater sich wieder mitBarbara Sophia v. d. Lühe aus dem Hause Schulenberg;sie wurde bis an ihr Lebensende den Kindern eine treue,verehrungswürdige Mutter. Unter der sorgsamen Pflegeder Aeltcrn und der Leitung geschickter Lehrmeister voll-endete Helmuth Friedrich, der Liebling seines Vaters, seineJugendbildung im älterlichcn Hause. Er besaß schöneGaben an Seele und Leib; es heißt, er sei seiner ver-storbenen Mutter ähnlich gewesen. Noch jung ward er alsPage in die Dienste des Königs Christian V von Dänemarkgegeben; eben durch seine Gaben wußte er die nachhaltigeLiebe des Königs und des ganzen Hofes zu gewinnen. ImJahre 1692 gab der König ihm die Stelle eines Fähnrichsin der Garde zu Fuß.

Helmuth Friedrich fühlte aber das Bedürfniß, sichWeiter auszubilden und sich in der Welt umzusehen. Er