4 Meklenburgische Linie.
folgte nun ihrem Gemahle nach Dänemark, wo er alsRittmeister bei der Leibgarde „eine Compagnie Pferde" inDiensten stand.
Als auch Jaspar's jüngerer Brüder Helmuth Friedrichsich am 19. October 1793 vcrheirathet hatte und der VaterJoachim kränklich zu werden anfing, entschloß dieser sicham 21. Januar 1704, „seinen beiden Söhnen aus ihrem„väterlichen und mütterlichen Vermögen ein gewisses Capital„einzuräumen, um ihre Familien desto reputirlicher ihrem„Stande nach unterhalten zu können", und setzte dazu eineSumme von 20,000 Thalern zu zwei Theilen aus, so daßer auf einen Theil das Gut Gerdeshagen, welches er 1695für 23,000 Gulden (zu hs Thaler) gekauft hatte (vgl.Th. III, S. 76), mit 2 Bauern in Alt-Karin und 6 Bauernin Altenhagen, mit dem ganzen Inventarium, frei vonaller Schuldenlast, auf den anderen Theil aber die baareSumme von 10,000 Thalern N^/s und 1009 Species-Thalern setzte. Am 29. März 1704 nahmen die beidenSöhne die Kavelung vor und der jüngere Helmuth Friedricherhielt darin das Gut Gerdeshagen, von welchem der Vatersich nur das Lehn vorbehalten hatte, während dem älternSohn Jaspar die Geldkavel zufiel, mit welcher er wiedernach Dänemark zurückging.
Als Joachim sich nicht lange darauf zurückgezogenhatte und bedenklich erkrankte, eilte Jaspar im December1706 zu seines Vaters Sterbebette nach Roggow. Nachdemdieser am 12. Januar 1707 aus dieser Welt geschieden war,nahm Jaspar als Obristlieutenant seinen Abschied inDänemark und zog nach Meklenbnrg. Am 30. Juni 1707setzten sich die beiden Söhne über die reiche, wohlgeordneteväterliche Erbschaft auseinander; in der Kavelung fielendie Güter Roggow und Wakendorf an Jaspar, dieGüter Gerdeshagen und Altenhagen an Helmuth Friedrich.So wurden beide angesehene Männer.
Schon in demselben Jahre 1707 befand sich der„Obristlieutenant v. Oertzen zu Roggow" unter denen,welche zur Wahl eines Landraths vorgeschlagen waren.
Joachim's v. Oertzen Wittwe Barbara Sophie v.d. Lühe bestätigte am 20. October 1712 das mit ihrem