Haus Roggow.
17
kloster, welches ihm für eine gewisse Pension eingeräumtward, nm von derselben die verschriebenen Zinsen einzube-halten. Der Herzog Adolph Friedrich I. gab dazu am 7.Mai 1615 seine Einwilligung.
Doch fing das häusliche Glück im Hause Jürgen's baldan zu wanken. Am 6. Juni 1615 versammelte der VaterJaspar in Betrachtung seiner nahen Sterbenöstunde seine Fa-milie um sich in Wismar und schloß mit seinen Kindern eineBercdnng für seinen Todesfall, welche die Grundlage seinesTestamentes vom 3. Jan. 1616 ward, durch welches er jederseiner Töchter 7660 Gulden vermachte, seinen beiden Söhnenaber alle seine Lehen und Güter und seinen ganzen beweg-lichen Nachlaß bestimmte. Der Tod trat bald in das HausRoggow. Im I. 1616 starb Jürgen's Gemahlin; in derLeichenrede auf ihren Sohn Claus wird ausdrücklich gesagt, daßer, der am 29. März 1666 geboren war, das „zehnte Jahr„erreicht gehabt habe, als ihm seine herzliebe Mutter durch„den Tod entrissen worden" sei. Nach kurzer Zeit folgte Jürgenseiner Gemahlin in die Ewigkeit.
Jürgen II. v. Oertzen starb im I. 1618, wahrschein-lich in der ersten Hälfte des Jahres, wenige Tage nach seinemVater. Nach den Original-Acten der Roggowschen Erbthei-lnng vom 24. October 1618 lim Roggower Archive) hatte,„nachdem Jaspar v. Oertzen ans Roggow und Gerdeshagen„gestorben und als LehnSfolger seine zwei Söhne Jürgen und„Siegsried hinter sich verlassen, Jürgen wenige Tage„hernach ebenfalls die Welt gesegnet und an seiner statt„drei Söhne, Jaspar, Clans und Siegsried nachgeblieben."Jaspar II. unterschrieb noch am 1. April 1618 einen Re-vers; am 26. August 1618 befahl der Herzog Johann Albrechtdie Eröffnung seines Testamentes. In der Leichenrede aufJürgen's Sohn Claus wird gesagt, daß dieser „im I2tenJahre" seines Lebens seinen Vater verloren habe: da Clansam 29. März 1666 geboren war, so wird Jürgen früh imI. 1618 gestorben sein.
Jürgen v. Oertzen hinterließ 6 vater- und mutterloseWaisen: 3 Söhne: Jaspar, Clans und Sivert, und 3 Töchter:Url. Gesch. d. Geschl. von Oertzen III. 2