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6,[1] (1891) A. Des Hauses Jung-Helpte (auch dänischen Astes, insbesondere des Hauses Kittendorf) neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart ; B. Rückblick
Entstehung
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268 Stargardische Linie.

schon bei Lebzeiten des Vaters den Titel eines Domaincn-rathes, dann den eines Drosten. Erst der Todesfall, der1838 die Kittendorfer Güter zu Verfügung der Söhne GustavDietrich's stellte, oder richtiger die etwa drei Jahre dauern-den Auseinandersetzungs-Verhandlungen veranlaßten nachihrem Abschluß ihn zur Aufgabe der amtlichen Carriere.Er widmete sich nun der Bewirthschaftung des crloosten,äußerst werthvollen Jürgensdorf; doch nach dem Verlusteseiner Gattin entsagte er ihm und damit auch dem vonihm lange verwalteten Landraths-Amte.

Die Präsentation Georg Ludwig's v. Oertzen zumEintritt in dasselbe Kollegium, welchem bis vor Kurzemsein Vater angehört hatte, fand vom Landtage zu Malchinaus statt am 4. December 1842. Seiner Wohnhaftigkeitgemäß wurde er für das Herzogthum Güstrow präsentirt,gemeinsam u. A. mit v. Gadow auf Potrems (s. Z 645).Er erhielt die landesherrliche Bestätigung (sein Vorgängerwar v. Schall auf Rey gewesen) am 21. December, undgleichzeitig wurde, wiewohl vergebens, zur Stelle seinesverstorbenen Vetters Georg auf Groß-Vielen, das zumSchwerinschen Antheile gehört, präsentirt der Stammhalterdes Roggower Hauses, Wilhelm Detlof (s. Bd. IV., Z 268,dann V., Z 447). Die Zustände des Jahres 1848 haben seinezeitweilige, alle übrigen Landräthe mit treffende Entlassungherbeigeführt; im Herbst 1850 erfolgte mit Zurückführungder alten Verhältnisse auch seine Neuberufung. Aber derVerzicht auf Grundbesitz hat 1869 auch die endgültigeNiederlegung seines ständischen Amtes nach sich gezogen.

Ausgerüstet mit Vollmacht von ihm, der sich in leiden-dem Zustande außerhalb Landes befand, hat der Halbbruder,Kammerherr Hans Friedrich auf Kittendorf, daselbst am4. Juni 1869 den Contract abgeschlossen mit Friedrich(Helmuth Karl Anton) v. Blücher. Dieser starb schon einJahr hernach; er war Enkel der Marie v. Oertzen (Z 624)und des Helmuth Hartwig v. Blücher-Sukow. Der fürJürgensdorf vereinbarte Preis betrug über 350,000 Rthlr.,das beste Zeugniß für die hervorragenden Eigenschaften, desGrundstückes. Die auf der südwärts vom Haupthofe an-gelegte Pertinenz Voßhagen war seit Kurzem von v. Oertzen's