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6,[1] (1891) A. Des Hauses Jung-Helpte (auch dänischen Astes, insbesondere des Hauses Kittendorf) neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart ; B. Rückblick
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Jüngeres Hans Helpte. 185

Der Vetter Wcdigc Christoph auf Cosa-Broma soll mehr-fach eingegriffen haben, um Ausgleiche zu erzielen, theilssein hohes Alter, theils auch die sonst (vgl. Bd. IV., S. 455 f.)Strcitfcrtigkcit der Vettern werden dauernde Erfolge seinesBemühens vereitelt haben.

Es hat sich daselbst die dunkle Ueberlieferung erhaltenvon einer großen Erbschaft; ein Theil derselben, bestehendin prachtvollen Juwelen, soll durch Zufall viele Jahrenach dem Tode der Erblasserin, in einem alten Reisewagenverborgen, aufgefunden sein. Gewöhnlich wird diese Tra-dition auf die Gräfin v. Callcnberg bezogen (Z 612), welchezweifellos bedeutende Capitalien auch an die Kittcndorfcrdurch ihr 1815 erfolgendes Ableben gebracht hat. Es dürfteaber auch eine Verwirrung zwischen dieser und der 20 Jahrefrühermit mehr als 70 Jahren", wie die Angehörigenwußten, zu Ende gegangenen Dame vorliegen. Daß gradeJuwelen ein Gegenstand ihrer besonderen Aufmerksamkeitwar, geht aus Folgendem hervor. An dieÄlallams La-i'ouuo ctg Uiebsu" in Paris ging 1775 ein Wechsel vonfast 20,000 Livrcs ab aus der Schweriner Renterei, derbestimmt war, die Ankaufs-Summcfür den Geschmuck derDurchl. Gemahlin" des eben vermählten Erbprinzen Frie-drich Franz zu decken: der Luise, geb. Herzogin von Sachsen-Coburg-Roda. Nicht blos die Bezahlung, sondern auch dieAuswahl des delicaten Objectes wird Sache der Frauv. Rieben gewesen sein, welche ihre Geschäftskenntniß zurVerfügung stellen konnte vermöge längeren Aufenthaltesin der Capitale. Denn schon v. Pentz (fi gegen 1770), derFortsetzer v. Hoinkhusen's, erwähnt, die Wittwe v. Riebenaus Cosa-Broma lebteseit längeren Jahren" daselbst ander Seine. Es ist zu vermuthen, daß sie erst durch dieschweren Erschütterungen zur Heimkehr veranlaßt wurde,welche von 1789 an von dort aus die Augen der ganzenWelt auf sich zogen.

Von seiner eigenen Thätigkeit, also auf seinem GuteCosa-Broma, hört man soviel, daß er die dortige Filial-Kirche in munificenter Weise, wenn nicht ganz neu errichtet,so doch baulich sehr verbessert haben soll. Neben ihr wirder 1748 seine letzte Ruhe gefunden haben. Seine damals