Jüngeres Hans Helpte. 183
jüngere Schwester so gut wie die ältere ist an einen nähernoder entfernteren Vetter v. Oertzen vermählt worden; BeateMarie wählte einen des nahe wohnenden gleichfalls Alt-Stargardischen Geschlechtes v. Rieben. — Doch vorher nochdie Bemerkung, daß ihr erster und Wohl Rufname Beateaugenscheinlich feststeht, nicht wie bei der Tante, geb.v. Schwicheld, mit der Nebenform Benedicta wechselt. Selten,wie sie sonst im Stargardischen vorkommen, und indem siebei täglichem Gebrauche jedenfalls litten, werden sie oftin einander übergegangen sein.
Der Beate Marie v. Oertzen Schwestern haben 1735und 1742 geheirathet, beide eben erwachsen (l7 und 19 Jahrealt). Nach dieser Analogie wird man auch ihre eigeneVermählung nicht zu spät ansetzen dürfen, vielleicht nochvor den Tod (1741) ihres Vaters Georg Ludwig. Ehe sie(1752) auch der Mutter, geb. v. Dechow, beraubt wurde,war sie selbst schon Wittwe geworden; und es tritt nebenbeider merkwürdige Umstand ein, daß sie einer Schwester dieserihrer Mutter in der Ehe mit Wedige Christoph v. Riebennachgefolgt war.
Leider fehlen in der Gegend völlig alle kirchenbuchs-mäßigcn Nachrichten, welche eine annalistische Darstellungdes v. Rieben'schen Hauses zu Cosa-Broma ermöglichten.Dies Stammgut ist es nämlich, auf welchem der BeateMarie v. Oertzen in zwei Ehen kinderloser Gatte saß, umes nach seinem Ableben zunächst auf Vettern zu vererben.In jüngerer Zeit (vgl. Bd. IV., S. 501 f.) ist das Doppel-Gut zu 2 Theilen an die v. Oertzen's-Lübbersdorf (ausAlt-Helpte) und Rattey (Mittcl-Helpte) übergegangen, ver-möge eines merkwürdigen gemeinsamen Kaufes und nach-folgender Theilung; als dritter nahm am Geschäfte Theilein v. Rieben-Galenbek, mit diesem seinem altangestammtenGute damals der einzige Vertreter seines Namens im Star-gardischen').
Zu unbekannter Zeit im Jahre 1748 (nach privatenNachrichten bei v. Pentz) ist Wedigc Christoph v. Riebenals der letzte seines Zweiges gestorben. Sein Vater Joachim
Mebrigens selbstGattin eines v.Oertzen-Alt-Helpte, s.Bd.IV., Z 401.