Jüngeres Hans Helpte. 177
leichten Oricntirung unter dem ausgebreiteten und zweifellosinteressanten Geschlechts. Man unterscheidet die 1812 aus-gestorbene (meist v, Molzahn geschriebene) Linie Gruben-hagen von den zwei Hauptstämmen, welche sich um denGrubcnhäger Nachlaß gestritten haben. Nahe bei einanderstehen die beiden freiherrlichen Sippen: einmal auf Mi-litzsch in Schlesien, dann auf dem Meklenburgischen Herren-sitze Penzlin (Burg und Stadt). — Die außerdem nochvorhandenen und hier speciell zu behandelnden Zweige ge-hören eigentlich nach Vorpommern, wanderten aber allmählich(über Wolde und Schorssow) ins Stammland zurück. Dieeine hat unter Beifügung des mitererbten Prädicates: GrafPlessen, die von Damenhand eingebrachte Besitzung Jvenackerhalten. Ganz nahe zu Jvenack steht das Haus Rottmanns-hagcnz es gränzt (über die Enclaven-Scheide hinweg) mitKittendorf und hat dem Hause Roggow (Bd. IV., Z 253)eine Braut gestellt. — Zu dem gemeinsamen Hause (Kum-mcrow-Sarow) gruppirt sich nun endlich auch Teschvw.
Der Ort liegt (zum Unterschiede von dem am TeterowerSee zu findenden v. Blüchcr'schen, s. oben S. 169) nord-wärts von Lage, im Ritterschafts-Amte Güstrow und Kirch-spiel Kamin. In allcrjüngster Zeit gehörte es einemv. Oertze» (Bd. IV., Z 461); uralter Besitz des Geschlechtesv. Koß, kam es durch deren Ueberschuldung um 1700 anKarl Gustav v. Maltzan. Etwa 1720 gestorben, hinter-ließ er es seinem ältesten Sohne Gustav Adolf: mansieht, die schwedischen Königsnamen sind hier fast erblichgeworden und haben ihren Einfluß auch bis in die v. Oertzen-schen Reihen ausgeübt. Zugleich erinnern sie an das da-mals kürzlich ausgestorbcne herzogliche Haus Meklenburg-Güstrow. — Gattin Gustav Adolf's v. Maltzan, Muttersowohl des Teschowcr Erben wie der am 8. August 1741geborenen Fricdcrike war Christine Marie, geb. v. Grabow-
') In Anlaß der Anfänge genealogischer Forschung zu Beginndieses Jahrhunderts haben bekanntlich in deren Verfolg die freiherr-lichen Linien das „h" im Namen abgeworfen, um sich, die alle Schlesiensind, von den Pommern zu unterscheiden. Selbstverständlich kann diesPrincip keine wissenschaftliche Bedeutung gewinnen, empfiehlt sich aberans praktischen Gründen zur Beobachtung
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