116 Stargardische Linie.
Wohl irgend ein anderer Anlaß muß dann aber 1768 denTheilungs-Receß (s. Bd, III., S. 345) hervorgerufenhaben, dessen nähere Umstände und Inhalt nicht ermittelnzu können man nur zu bedauern vermag. Nicht bloß derMangel weiterer Nachrichten über die Golmitzer Zustände,sondern vorzugsweise das frühzeitige Ableben des älterenSchwiegersohnes gestatten es nicht, der Generalin v. Oertzenhierhinein verflochtenen Umstände anders zu schildern, alsnach allgemeinen Muthmaßungen. Tiefe Trauer, gemeinsammit der wieder vereinsamten, auch nicht mit Kindern geseg-neten Tochter, wird sich ihr besonders aus der hohen Stellungdes Verlorenen ergeben haben. Den genauen Zeitpunkt deskritischen Ereignisses lernt man aus der „Lausitzer Stamm-tafel" kennen; nach ihr seien auch seine Titel beigefügt. Erheißt „auf Nieder-Geben (l. Gebra), Lochau, Dudersdorf,„(l. Pabsdorf?), Liessing (Lütnitz?)" — dies die bisherschon bekannten Orte, doch nicht vollständig (s. S. 113).Dann folgt noch: Marienthal (bei Merseburg); ferner warer „Burgsaße zu Bleicherode, königl. Preuß. Wirkl. Geh.„Staats- und Kriegsrath, Vice - Präsident, Ritter des„Schwarzen Adlerordens und (Domherr?) St. Mauritii."
Sein Ableben nun wird hier gemeldet als erfolgt ander Wassersucht zu Berlin, „6. Febr.suars 1771, im 44.„Jahre"; dies eine Berechnung, welche einigermaßen mitdem feststehenden Geburts-Datum übereinstimmt. Nicht sogenau läßt sich, da ihr Geburtsjahr nur unbestimmt über-liefert ist, das von der Wittwe v. Hagen, geb. v. Oertzen,erreichte Alter angeben; aber absolut genommen, hat sie denGatten weit überlebt. Denn erst am 9. Mai 1792 ist sie,etwa 55 Jahre alt nach unserer Schätzung, ihm nachgefolgt,der ihr um ganze 20 Jahre voraufging, während sie ihreMutter nur um 1 Jahr und 2 Monate (s. S. 81) über-lebt hat. Ihre Auflösung soll (zufolge König's Notizen, Wohlaus einer Zeitung) zu Berlin erfolgt sein; es heißt ferner:„Sie war eine tugendhafte Dame und hinterließ ein an-sehnliches Vermögen. Man sagt, daß sie in die Hände„der Herrnhuter gefallen und eine Pietistin gewesen sei."Man kommt Wohl auf den Gedanken, es feien damit auchBeziehungen zu den bekannten und schlecht berufenen Eirkeln