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6,[1] (1891) A. Des Hauses Jung-Helpte (auch dänischen Astes, insbesondere des Hauses Kittendorf) neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart ; B. Rückblick
Entstehung
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Jüngeres Haus Helpte. 107

deren heutige Gestalt. Das Kirchdorf Probsteierhagen unddas Gut Hagen bilden, dicht bei einander am PassaderSee hingestreckt und meistens durch deren Abfluß zur Ostseegetrennt, in mancher Beziehung eine Einheit. Sie hießenAnfangs bezw. Kerzenhagcn und Grevenhagen; die Feldmarkdes letzteren, des heutigen adeligen Gutes, besteht aber zumgrößcrn Theile aus Partien, die dem benachbarten Schreben-dorf entzogen sind. An der ganzen Constitution der Gemeindewird man ein deutliches Bild der vielfach zerrissenen, aberalterthümlich gebliebenen Ortsverfassung jener Landschaftgewinnen können. — Bis zum 30jährigen Kriege hat dasallmählich entstandene Wirthschaftsgut Hagen den v. Pog-wisch') zugestanden; dann kam es an die v. Blome, Wohldurch eine „Erbjungfer". Etwa deren Urenkel muß derChristoph v. Blome gewesen sein, der ungefähr 1737 (nachseines Vaters Wulf Tode?) bis 1761 das Gut besaß. Wieletzteres Jahr in vielfacher Hinsicht für Holstein kritisch ist— es stand in Folge von Entzweiungen über das Landschon der Krieg zwischen Dänemark und Rußland vor derThür —. so das erstere für den Anhang der großen Ver-wandten-Gruppe alter Familien, welche auf zweifachem Wegeunsere Meklenburger interessirt. Denn 1737 (vgl. Bd. IV.,S. 59) stand der Concurs des v. Brockdorf, Amtmannszu Kuhof und Besitzers von Tesdorf, auf der Höhe; derZusammcubruch seiner Existenz hat nicht bloß die Verhält-nisse des v. Oertzen auf Klein-Nienhagen^) berührt: auchdes dereinstigen Schwiegervaters des dänischen Kammcrherrnvon der Jung-Helpter Linie Finanzen mußten einen Ausfallerleiden. So mag denn Christoph v. Blome, wenn auchnicht mit ungenügenden Mitteln, so doch nicht unter sogünstigen Umständen den väterlichen Besitz angetreten haben,wie es sonst Wohl hätte geschehen können.

Die Schwester Sophie Magdalene war damals schon ins

') Aus dem Hause Farve soll die Stammmutter der Linie v. Oertzen-Roggow (Bd. III.. K 143) entsprossen sein. Besser bezeugt ist (cbend.8 145) deren Schwiegertochter v. d. Wisch aus Ehlersdorf.

0 Seiner Frau Bruder, Stammhalter der Linie. Heinrich Friedrichv. Brockdorf, vermochte gleichwohl Garz zu erwerben, im Südosten vonOldenburg in Wagrien.