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6,[1] (1891) A. Des Hauses Jung-Helpte (auch dänischen Astes, insbesondere des Hauses Kittendorf) neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart ; B. Rückblick
Entstehung
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Jüngeres Haus Helpte. 87

dies auf Grund der Habe seiner Frau geschehen müssen. —Welch eine neue Häuslichkeit diese als Wittwe sich dortgründete, ergiebt eine gelegentliche Erwähnung ausihrem eigenen Munde. „Da ich meines seel. Schwieger-sohnes, des in der Schlacht bei Collin (18. Juni 1757)„gebliebenen Artillerie-Capitains v. Brauchitzsch, hintcr-„lassene 3 unmündigen Kinder, und darunter 2 Söhne,„zu Ew. Kgl. Majestät glorreichen Dienst mit erziehen„helfe," wandte sie sich verschiedentlich an den PreußischenMonarchen, ihr in ihren geschäftlichen Verwickelungen Hülfeaugedcihen zu lassen. Mit denselben hatte es folgendeBewandniß.

Schöneiche hatte früher dem Geheimrath Schindlergehört, der es einem Waiscnhausc übereignete. Von diesemging es auf einen Bankier Seegcbart über, nach dessenTode an seine Wittwe, geb. Fredersdvrf, welche sich miteinem Werstlcr wieder verheirathetc. Dies Ehepaar war es,von welchen die Wittwe v. Oerhen 1753 kaufte. — DieZahlung eines Kaufgeldrestes von etwas über 20,000 Rthlr-war auf Mitte 1760 vereinbart worden; inzwischen hattedie Wittwe v. Oertzen auch ihrerseits wieder verkauft, undzwar unter Einholung königlicher Zustimmung, welche zurVeräußerung von Rittergütern au Bürgerliche nothwendigwar. Ihr Abnehmer war nämlich der Oberamtmann Pähl-mann, mit dem sie einen Preis von 37,000 Rthlr. nebst500 Rthlr. Schlüsselgeld verabredet hatte. — Aus der Preis-differenz gegen 1753 und bei Beachtung der jedenfalls denCredit drückenden Kriegsereignisse der inzwischen eingetretenenPeriode ergiebt sich ohne Weiteres, daß diese nominelleSumme thatsächlich einen geringeren Baarwerth repräsentirthaben muß. Es fand sich bereits (s. S- 80) ein ähnlicherFall, wo zwischen Personen, die in Geldverpflichtungenstanden, schwere Differenzen wegen der damaligen Münz-vcrschlechterung ausgebrochen sind.

So auch hier. Schon wegen der Zinsen auf den Preis-rückstand, sowie angeblicher Dcterioration des übernommenenGutes befand sich die Wittwe v. Oertzen mit ihren') Vor-

') Außerdem auch mit dem Besitzer der „Ravensteiuscheu Erb-Mah>. und Schneidemühle" im Orte. Für 1754—59 war dieselbe