86 Stargardische Linie.
Besitzers von Helpte Wittwe zwar dies Gut, das mitihrem nunmehrigen Namen Jahrhunderte lang war verknüpftgewesen, demselben nicht mehr erhalten können, aber trotzdemein sehr bewegtes und thätiges Leben geführt, Sie erinnertdamit, wie durch ihre reichen Beziehungen nach Preußenhin sehr an ihre angeheirathete Cousine (S. 80) zu Golmitz.Wie dies Gut nebst Zubehör noch unter Einwirkung derVerwaltung durch Henning Ernst's I, Wittwe gestanden hat,so ergiebt sich hier Gelegenheit zu einem Rückblick auf dieletzten Geschicke von Helpte und auf dasjenige von Grund-besitz, was die Wittwe v. Oertzen, geb, v. Jasmund, an-scheinend an dessen Stelle zu setzen versucht hat.
Es sollen „mißliche Geldverhältnisse" lBd. III, S. 352)gewesen sein, durch welche sich Henning Ernst II. im Früh-jahre 1753 zur Veräußerung von Helpte bewogen fand.Der Contract vom 20. Januar, auf welchen sein Ablebenam 6. Mai, und zwar zu Neubrandenburg, erfolgte, benenntals Kaufsumme 66,000 Rthlr. ErWerber war der ausVorpommern stammende Lucius Arnold v. Rähden, dessenGeschlecht vermittelst einer, an den zu Mirow wohnhaftenv. Kaiserling (Bd. V, Z 447) vermählten Cousine bereitsvorgekommen ist, indem sie Schwiegermutter eines v. Oertzen-Blumenow wurde. Seit 1783 von den v. Dewitz erworben,steht es jetzt in enger Verbindung mit dem benachbartenMilzow, welches letzteren schon seit längerer Zeit gehört.
Jedenfalls hat die Wittwe v. Oertzen, geb. v. Jas-mund, an jenem angeblichen Vermögensverfallc ihres ver-storbenen Gatten nicht Theil genommen. 1759 wird gesagt,sie habe ehemals „ihr Jmmobiliar in Meklenburg verkauft,"um das Gut
Schöneiche
zu erwerben. Es liegt dasselbe in der Mark Brandenburg,ostwärts von Berlin und im Norden des bekannten Müggel-Sces. Sie gab dafür 33,000 Rthlr.. davon 9000 Rthlr.inAnzahlung, hatte also hinreichendes Capital zurDisPosition.Geschehen ist dieser Handel 1753; leider weiß man dasgenauere Datum nicht, vermag also nicht zu sagen, ob etwanoch Henning Ernst v. Oertzen selbst sich mit dem Prvjectgetragen habe, in die Mark überzusiedeln. Jedenfalls hätte