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6,[1] (1891) A. Des Hauses Jung-Helpte (auch dänischen Astes, insbesondere des Hauses Kittendorf) neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart ; B. Rückblick
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Jüngeres Hans Hclpte. 49

Jasmunder Boddens, mit der herrlichen Ansicht der nachNorden hinüber aufragenden Arcona-Höhen. Mit dem ihreigenthümlichen Verständniß für romantische Lage hat diemittelalterliche Geistlichkeit sich hier festgesetzt; von Däne-mark aus gewiß vielfach besiedelt, hat das meerumfaßteLändchen in innigem Verkehr zu dem Seeländer BisthumRoschild gestanden. Man nimmt Wohl nicht mit Unrechtan'), daß es Ausstattung der im 12. Jahrhundert mitvieler Mühe eroberten Tempelburg der Wenden, des hoch-ragenden Arcona, gewesen ist, auf welcher diese dänisch-geistliche Begüterung sich der Hauptsache nach aufgebaut hat.

Ein eigenthümliches Zusammentreffen muß es genanntwerden, daß grade auf dem Platze des für Meklenburg einegleiche religiös-Politische Stellung einnehmenden Rethra, aufWustrow und Rehse, die v. Barnekow's dieses Zweigesvorübergehend sich niedergelassen haben. Aeltere Beziehungenliegen zu Grunde, wenigstens was den Zug in's Tollense-Land angeht. Eine (Anna Margarete) v. Tepling, ausdem eben jetzt erlöschenden, im Stargardischen zuletzt nurnoch mit Krekow (s. Bd. III., S. 355) ausgestatteten Ge-schlechte und so unzweifelhaft mit den Helpter v. Oertzen'sverwandt, war die Gattin Erich Joachim's v, Barnekowaus dem Hause Silvitz auf Rügen. Erich (fi 1670, vgl.v. Bohlen a. a. O. S. 257) Jürgen's Sohn auf Kobbelkow,welches seinem Bruder Martin zufiel, wurde zu Anfangdes 30jährigcn Krieges erbtheilungswcise nach Silvitz ver-setzt. Er veräußerte es; auch seine andern Söhne starbenfrüh; nur Erich Joachim Pflanzte die Linie fort. Wir sindja in der Lage, seine Laufbahn weiter verfolgen zu könnenund entnehmen anderweitigen Nachrichten nur noch, daßsein mittlerer Sohn Köne Ernst (s. s 599) allein (männ-liche?) Nachkommen hinterlassen haben soll; daß sowohl derälteste Franz Jürgen erbenlos war wie auch Johann Otto.

,9 S. I. v. Bohlen, der Bischofsroggen — der Barnekow (18SV);eme interessante wie auch wohl mustergültige Untersuchung. Jedenfallsauf Putbuser (wegen der berührten Lehnsverhältnisse) wie sonstigenunantastbaren Papieren, nebenbei auch wohl kirchcnbuchsmäßigen Zeug-nissen beruhend, überhebt es uns der Mühe, die Fehlsamkeit der An-ö'. B. v. Hoinkhusen's zu kritisiren, der die hier behandelte Per-sönlichkeit als Otto Joachim v. B. kennt.

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