Jüngeres Haus Helpte. 17
Zeit sein Leben geendet hatte als Vater von zwei Töchtern,Wohl den letzten ihres Namens im Stargardischen. Vonihnen war eine an den „Obristwachtmeister", d. h. Majorv. Steinwehr vermählt, die andere eben, seit etwa einemJahre, Hans Ernst v. Oertzen's Gattin, der nun mit seinemSchwager v. Steinwehr zusammen das Erbe Heinrichsv. Schwicheld in Klocksin losschlug.
Es scheint sicher zu sein, daß damals, am 14. Februar1694, auch die Schwiegermutter v. Steinwehr's undv. Oertzen's nicht mehr lebte. Heinrichs II. v. SchwicheldHausgenossin soll nach der Golmitzer Ahnentafel Katha-rine Juliane v. Schack gewesen sein. Daß in der Ueber-lieferung ihres Familien-Namens keine Verwechselung mitähnlichen (etwa v. Schenk oder v. Schacht) vorliegt, beweistdas beigefügte Wappen, welches die herkömmliche Lilie desalten Lauenburgisch-Mcklenburgischen Geschlechtes zeigst).Da ihre Aeltern auf dem Denkmal nicht aufgeführt sind,so wird es schwer halten, die Katharine Juliane in dieeinstweilen bekannten Reihen der v. Schack einzuordnen.Wir verzichten aus den Versuch und deuten nur an, daßsich allgemeine Angaben über die Existenz einer in Pommernehedem vorhandenen, jetzt völlig verschollenen Linie finden,zu welcher die Gattin des Heinrich v. Schwicheld nach Maß-gabe der geographischen Verhältnisse Wohl am nächstengehören möchte.
Noch viel bedauerlicher als die eben bemerkten Lückenunseres Wissens sind diejenigen, welche sich hinsichtlich derökonomischen und politischen Laufbahn von Hans Ernstv. Oertzen zeigen. Daß er nach des Vaters Tode (1705)in Folge der 10 Jahre später eingetretenen Erbtheilung dieGolmitzer Begüterung in der Ukermark in dem früherbereits (Bd. III, S. 344) festgestellten Umfange erhaltenhat, leidet keinen Zweifel. Neu ist die Wahrscheinlichkeit,
0 Und zwar im roth und weiß (d. h. silbern) getheilten Feldemit „verwechselten" Farben. Das würde nach der herkömmlichen An-nahme für die Gülzower Linie sprechen (im Gegensatze zu der Bast-horster). Abweichend von der sonstigen Anordnung ist jedoch beimGolmitzer Wappen der Helmschmuck, welcher als Jungfrau gebildet ist,die in jeder Hand die weiß-rothe Lilie hält. Auch dies spricht vielleichtfür die Zugehörigkeit der beregten Damen zu der wenig bekanntenPommerschen Linie der v. Schack.
Ur!. Gesch. d-s Geschl. v. Oertzen VI. 2