14 Stargardische Linie.
muß drei (Z 592—594) Töchter zur Welt gebracht haben,ehe sie ihrem Gatten einen Stammhalter schenkte. — Noch4 Brüder sind ihm später gefolgt; von ihnen allen bleibendie Geburtszeiten so gut wie unbekannt- Für den ältestennehmen wir die möglich früheste Zeit an, nämlich 1979,das fünfte Jahr der Ehe seiner Eltern, die ziemlich sicher1665 getraut sein werden (s. Bd. III, S. 332). Auch wennman bei Hans Ernst eine bedeutende Frühreife des Geistesannimmt, so wird man doch auch in Betracht zu ziehenhaben, daß er bereits 1693 vermählt war (sein ältesterSohn ist bestimmt 1694 geboren). — Indem wir, wiesomit angedeutet, die Dürftigkeit der Nachrichten über diesePeriode das Haus Jung-Helpte im Allgemeinen constatiren,sei speciell bemerkt, daß über die erste Jugendzeit des HansErnst nichts zu berichten ist. Halten wir uns an diesicheren Daten, welche sich an das schon angeführte Ereignis)seines späteren Lebens knüpfen, nämlich seine Vermählung.
Benedicta Lucie sind die Vornamen der Tochter desHeinrich v. Schwicheld und seiner Gattin KatharincJuliane geb. v. Schack, welche Hans Ernst v. Oerhen sichbald nach 1690, also Wohl nur ebensoviel nach seinemzwanzigsten Jahre zuführen ließ. Als bis heute dauerndesDenkmal seiner Zuneigung hat er seiner Gattin und seineVorfahren in ähnlicher Weise verewigt, wie etwa einMcnschenalter früher sein Vater Henning v. Lerchen'). Dessenund seiner Gattin Katharine Marie, geb. v. Oerßen-Grammertin, Ahnentafel in der Kirche zu Hclptc sind diebisher einzig maßgebende Grundlage für die ganze Descendenz-Reihe der heutigen Helptcr Zweige des Geschlechts bis in'sMittclalter hinein; die von Hans Ernst zu Golmitz gestifteteist in anderer Beziehung merkwürdig.
Ncducirt man ihre Angaben, welche der äußeren Formund Fassung nach nicht bloß den Schematen zu Helptc,sondern auch den damals allgemein üblichen durchaus ent-sprechen, auf eine übersichtliche und kurze Form, so crgiebt
') S. Bd. II (L..) S. 151 ff., ferner Bd. III, S. 331. Ueber
das Verhältniß der Golmitzer Aufmachungen zu denen in Hclptc,
welche jenen zu Grunde liegen. Vgl. die Nachträge zu den abigenStellen.