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Stargardischc Linie.
So traten viele Prätendenten auf und es entstanden sehrumfangreiche und langwierige Verhandlungen und Processewegen des Lehns.
Der Oberstlieutenant v. Lüderitz trat dem Victor Si-gismnnd v. Oertzen seine Ansprüche für 1200 Thaler ab.Der Vertrag ward am 29. März 1792 bestätigt; aber hinter-her wollte Lüderitz ihn nicht halten und bot sogar den Königvon Preußen zur Vertretung auf. Victor Sigismnnd v. Oertzen ^trat jetzt dem Herzoge zum Gefallen dem v. Lüderitz einst-weilen das Lehn ab, wofür der Herzog ihm das Lehn vonLübberSdorf gab. Endlich nahm aber Lüderitz den Vertragauf 1290 Thaler wieder an und schloß ihn am 27. Juli1704 ab.
Darauf begannen zwei Brüder Christoph Friedrich undEwald Christian v. Barstorf in Berlin, welche sich für Söhneeines David v. Barstorf, eines Bruders des oben genanntenRichard ausgaben, im I. 1719 einen langen Proceß gegenVictor Sigismnnd v. Oertzen.
Endlich ward am 29. Juli 1713 gegen alle v. Barstorfdas Urtheil gesprochen, daß ihnen den Rechtsweg zu verfolgengestattet sein solle, wenn sie sich legitimirt haben würden.Da sie dies nicht vermochten und nie einen Vorfahren überihren Vater hinaus angeben konnten, so gaben sie ihre An-sprüche ans und es ist von den v. Barstorf in den Acten niewieder die Rede.
Während der Zeit war auch ein lauger Proceß mit demHauptmann v. Lindstedt geführt, welcher mit seiner Frauim Besitze des Gutes war und auf demselben wohnte. End-lich verglich sich am 7. Nov. 1713 v. Lindstedt mit VictorSigismund v. Oertzen dahin, daß er diesem nicht allein alleLehnrechte, sondern auch alle Allodialansprüche, welche cr ausdem Testamente seiner inzwischen verstorbenen Frau hatte,cedirte, so daß er dem v. Oertzen Trinitatis 1714 das Gutvollständig abzutreten versprach, auch die 8 Pfaudhufen inQuaalzow, welche von Dannenwalde für 799 Thaler nachBarstorf versetzt waren. Für alles zahlte Victor Sigismunddem v. Lindstedt 19,099 Thaler baar auf einem Brette.