288 Stargardische Linie.
Thorhaus mit Kornböden, 1687 einen Anbau an die kleineSchenre, 1689 eine große Schenre, 1691 einen Keller, undlegte 2 Gärten, Gemüse- und Lustgarten, an. Seit 1686wurden auch nach und nach die Bauern wieder aufgebauetund eingerichtet. Er hatte also bis gegen das Jahr 1692 dasGut Klokow wieder in völligen Stand gesetzt.
Victor Sigismnnd verbesserte aber nicht allein, sondernvergrößerte auch den Besitz. Am 1. Mai 1683 kaufte er vonder verarmten Stadt Friedland, auch zur Aufhebung vielerIrrungen, deren letzte Besitzung, bestehend ans 2 Banern und5 Hufen, in Klokow für 8666 Fl. Die v. Rieben machte»deshalb freilich Ansprüche wegen des Lehns dieses Antheilsund es entstanden wieder lange Verhandlungen; aber Ocrtzenvereinigte dennoch diese Antheile mit seinem Gute. Am 2b.Oct. >685 verkauften v. Scheele und dessen Frau ihremSchwiegersöhne Victor Sigismnnd v. Oertzcn für 966 Fl.noch die 4 Hufen in Kotelow, welche sie im I. 1674 vonder Wittwe v. Jhlenfeld erworben hatten.
Bald nach dieser Zeit, nach genealogischen Ueberliefe-rungen im I. 1688, starb Victor Sigismnnd's ersteGemahlin Elisabeth, geb. v. Scheele, welche ihm 8Kinder geboren hatte, von denen 6 die Mutter und 3 denVater überlebten. Wahrscheinlich starb sie in Folge des Wochen-bettes, da ihr jüngstes Kind Sophie Agnes im I. 1688 ge-boren war. Ueber die Zeit ihres TodcS und den Ort ihresBegräbnisses finden sich weder in Klokow, noch in KotelowNachrichten. — Nicht lange darnach, sicher vor dem I. 1692,starb auch sein Schwiegervater Hans Christoph v. Scheele.
Nach dem Tode ihres Gemahls und ehe Victor SigiTm und v. Oertzcn sich wieder vermählte, machte die WittweKatharina v. Scheele, geb. v. Rieben, am 3. Juni 1692mit ihrem Sohne und Schwiegersöhne Nichtigkeit. Sie hattejedem ihrer beiden Kinder 3666 Fl. ans ihrem eigenen Ver-mögen geschenkt, welche Sivert Jürgen v. Dechow an sei»Gut Gehren gewandt, „v. Oertzen's Eheliebstc aber in dem