Hans Gcrdcshagen. 213
und am 3. Aug. 1664 stellten er und seine Frau Elisabethdarüber eine zinstragende Schuldverschreibung ans. Nach demTode des Jürgen Voß war im I. 1672 die Schuld zu 2636Fl. 23 ßl. angeschwollen und von Hermann Walfeldt einge-klagt. Nach dessen Tode setzten seine Wittwe und Erben dieKlage gegen die Wittwe und Erben des Jürgen Voß schärferfort, verglichen sich jedoch am 28. Jan. 1672, daß sie mit1066 Thalern im Gute Kl. Helle zufrieden sein wollten, welchesihnen auch am 18. Juni 1672 adjudicirt ward; jedoch warder Conseils am 3. März 1673 noch nicht erfolgt. Am 18.Juli 1673 war die „Voß'sche nebst zwei Söhnen und zweiTöchtern" auf dem hochzeitlichen Familienfeste, welches Dethlofv. Oertzen auf dem Schlosse zu Bützow gab. Am 26. Jan.1687 stellte sie noch eigenhändig einen Schein für die Kirchezu Möllcnhagen ans. Am 1. Nov. 1687 lebte Elisabeth v.Oertzen noch, obgleich „sie eine Zeit her ganz blind gewesen"war, als sie das Adjudicat in Kl. Helle wieder anerkannte.
Elisabeth hatte ihre mütterliche Erbschaft von 5066 Fl.in ihres Bruders Henning Gütern Gerdeshagen, Clausdorfund Wakendorf stehen, welche jedoch seit 1661 in Concurs ge-rathen waren. Da aber sie und ihre Schwester Dorotheadie bevorzugtesten Gläubiger waren, so blieben sie im Besitzeder Güter und cedirten dieselben am 12. Juni 1694 anHeinrich Julius v. Veltheim, welcher sie am 2. März 1695an Joachim v. Oertzen auf Roggow laut schließlichen Ver-gleichs vom 21. Mai 1695 an Joachim v. Oertzen auf Roggowverkaufte (vgl. oben Z. 183). Die Verhandlungen hierüberführte für Elisabeth in deren Vollmacht ihr Sohn SiegfriedVoß auf Flotow. Noch am 21. Mai 1695 unterschrieben„Elisabeth v. Oertzen" selbst und ihr Sohn „Siegfried von„Voß in Vollmacht seiner Frau Mutter Elisabeth von Oertzen,„sel. Jürgen Voßen Wittwe". Dies ist das letzte Mal, daßElisabeth genannt wird.