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3 (1866) Vom Jahre 1600 bis zum Jahre 1725
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Meklenburgische Linie.

daselbst auftritt. Am 25. Juli 1639 erhielt sie den Muth-schein, an demselben Tage, an welchem auch ihre TochterMargarethe für ihren Sohn Joachim Christoph v. Bülowauf Hohen-Pritz, die Wittwe des Claus v. Oertzen ansGorow und die Wittwe des Joachim Friedrich v. Holsteinans Ankcrshagen für ihre unmündigen Söhne Mnthscheineempfingen.

Der ältere Sohn Iaspar war unterdessen volljährig ge-worden und kehrte nach seines Vaters Tode im I. 1639 aufkurze Zeit nach Meklenbnrg zurück, um sich der Lehen anzu-nehmen. Da er hier aber alles verwüstet fand, so zog er esmit Rath seiner Mutter vor, seine vortreffliche Bildung anfremden Höfen zu verwerthen und trat zuerst in oldenburgi-sche Dienste. Antonii 1640 mußte er,Iaspar v. Oertzen,gräflich-oldenbnrgischer Rath, ans Gerdeshagen und Clausdorferbgesessen", die 3300 Gulden, welche sein seliger Vater1627 von dem Wismarschen Bnrgemeister und ShndicnsI),'. Arnold Böddeker gegen bürgliche Vcrschrcibung geliehenund welche Böddeker jetzt eingeklagt hatte, als eigene Schuldannehmen und dafürsein freies Lehngnt Clausdorf, welchesnoch mit keiner Hypothek onerirt" war, zu Pfande setzen, mitEinwilligung seiner Mutter Anna v. Neventlow in Vormund-schaft ihres unmündigen Sohnes Henning. Am 6. Juni 1610lieh zu Rostock Iasparauf Gerdeshagen erbgesessen zurWiedereinrichtnng seines durch die beharrlichen KricgSnnruhen zu Grunde ruinirten Gutes Gerdeshagen" von HanSChristoph v. Gera auf Eschberg :c. 1200 Reichsth. auf 3Jahre gegen Pfandsetznng des Gutes Gerdeshagen, und seineMutter gab dazu ihre Einwilligung wegen ihrer in dem Guteruhenden fraulichen Gerechtigkeit. (Die Brüder HanS Christophund Wilhelm v. Gera waren angeschene und reiche Freiherrenaus Steiermark, welche mit ihren Familien lieber ins Exilgingen, als sich den Religionsbedrücknngen der Kaiser beugenwollten. Sie wandten sich zuletzt nach Rostock und Wilhelmwar seit 1640 Pfandbesitzer des Amtes Tempzin).

Doch sah Iaspar Wohl ein, daß es ihm unmöglich seinwürde, in kurzer Zeit die Güter wieder in Stand zu bringen,