Druckschrift 
3 (1866) Vom Jahre 1600 bis zum Jahre 1725
Entstehung
Seite
157
Einzelbild herunterladen
 

Haus Gorow.

157

1678, ihm eines Jahres Pension zu erlassen. Da „er in den„4 Jahren, daß er das Amt gehabt, keinen ruhigen Tag ge-gossen und das Seinige zum guten Theil hatte zusetzen„müssen", so ward ihm die Vertröstung gegeben, daß er aufdie letzten 2 Jahre jährlich nur 2000 Thaler geben solle.Am 27. Aug. 1678 bat er um die Bestätigung dieser Zu-sichcrung. Am 15. Mai 1677 war Sophie mit ihrem Ge-mahle bei der Beisetzung ihres verstorbenen Bruders Dethlofin Hanstorf gegenwärtig.

Aber Friedrich Ulrich v. Parkentin kam nicht recht zumGenusse, da er im Februar oder März 1679 starb; am 19.März bezeugte der Herzog der Wittwe sein Beileid und amI. Tee. mutheten die Söhne Barthold Dietrich und ClausHartwig für sich und ihren unmündigen Bruder JoachimFriedrich die Lehen ihres vor etwa dreiviertel Jahren ge-storbenen Vaters. Der Herzog versicherte der Wittwe am12. Juni 1679, daß das Amt „bis auf weitere Verordnungim bisherigen Zustande gelassen werden" solle. Am 13. Juni1679 bat „Sophia von Oertzen, Wittwe von Par-kentin", ihr zur Einholung des erlittenen Schadens das Amtnoch auf ein Jahr zu lassen. Dazu war der Herzog jedochnicht geneigt, da er am 16. Juni schreibt, es „sei zu ob-„serviren, daß sie vielleicht intendire, in dem erbetenen Jahre„wegen ihres Interesses die Unterthauen rechtschaffen auszu-„mergeln und zu rniniren und darnach davon zu ziehen, daß„solches aber keineswegs geschehen könne, noch solle". Esmeldeten sich auch mehrere Pachtliebhaber: Lieutenant ChristophFriedrich v. Jungen auf Strohkirchen pfandgeseffen, Joachimv. Oertzen auf Roggow, Joachim Ernst v. Lepel und einSchrödering, welche viel mit der Kammer verhandelten undalle endlich 3200 Th. boten; schließlich bot der ObristlieutenantMüller wieder 3400 Th. Der Herzog gab aber zuletzt demjungen Claus Hartwig v. Parkentin aus Bolz, einem Sohnedes verstorbenen Amtspächters, den Vorzug, welchem auch am22. Dec. 1679 das Amt auf 6 Jahre, von Trinitatis 1680bis dahin 1686, für 32000 Thaler jährlich verpachtet ward;es ward dabei jedoch die Hoffnung und die Andeutung aus-