142 Meklmburgische Linie.
„geführet, daß die Landschaft bei der Königl. Majestät nnter-„thänigst Ansuchung gethan, diesen ihren Commandanten ihnen„beständig zn lassen".
„Als aber die Königs. Majestät allergnädigst rcsolviret,„mit solchem Regiment die Stadt Rostock zu besetzen, da„hat bei seinem Ansmarsch aus den Vierlanden das Landvolk„mit höchster Verwunderung ihm mit weinenden Augen vale-„dicirt, worauf denn der Obrist im April desselben Jahres„(1676) mit seinem Regiment in Rostock marschirt und das„Gouvernement allda auf königlichen Befehl wieder ange-treten, welches er auch in selbiger Stadt in die 5 Monate !„mit solcher Moderation geführt, daß er ein großes Lob bei„den Einwohnern, sowohl vornehmen, als gemeinen Leute»,„erworben, welches denn auch die Stadt Rostock dankbarlich„anerkannt und zur Bezeugung ihrer Gegenaffection dem„Obristen nach seinem Tode den letzten Ehren- und Liebes-dienst mit großem Vergnügen erwiesen und in volkreicher„Versammlung bei Abholung seines verblichenen Körpers bis„vor das Kröpclinsche Thor ihm im Traner-Proeeß das Ge-„leite gegeben". Am 30. Aug. 1676 berichtete der Küchen-meister von Doberan, daß das Amt von des Obristen Schack,von des Obristen Geveke und des Obristen Oertzen Regi-mentern in die vierte Woche Einquartirung gehabt habe, welchedas Amt so sehr mitgenommen und aufgefressen habe, daß beiden armen Leuten kein Stück Brot mehr vorhanden sei, unddaß die Aernte so schlecht ausfallen werde, daß eine Huugers-noth zu befürchten stehe.
Im I. 1676 ward von den Dänen der Krieg gegenSchweden nach Schonen und auf das Meer verlegt. DerObrist v. Oertzen erhielt nun Befehl zurückzukommen. Am10. Aug. 1676 begab sich der Obrist mit seinem Regimentvon Rostock zu Wasser nach Tänemark und darauf nachSchonen, wo sofort das Regiment gegen die Schweden ge-führt ward. Im Anfange errangen die dänischen Waffenglänzende Erfolge zn Land und zur See; bald aber mehrtensich die Wechselfälle und der Krieg endete ohne einen Lor-theil für Dänemark. Am 4. Dec. 1676 war die Schlacht