Hans Roqgom
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9000 Gulden, wofür den Unmündigen das Gut Blengow zumPfande gesetzt ward. Dagegen hatte Sivert d. ä., als Vor-mund, von Agathe v. d. Lühe, zuerst Dietrichs v. Vieregge,dann des Majors Gottfried Friedrich v. Gürtz Wittwe, 4000Gulden für seines seligen Bruders Kinder Bestes geliehen undCaspar v. Parkeutin hatte sich für die Wiederbezahlung ver-bürgt. Da traten bald die schlimmen Kriegsjahre ein undAgathe v. d. Lühe erhielt in vielen Jahren weder Capital,noch Zinsen. Daher klagte sie gegen den Bürgen C. v. Par-keutin; die v. Oertzeuschen Erben fanden es aber Recht, denBürgen schadlos zu halten, und cedirten ihr am 21. Juni1643 von den in Blengow stehenden 9000 Fl. die zu 5000 Fl.verglichene Summe; die Sache ward jedoch erst im I. 1656ausgeführt.
Nach einer sorgfältigen Jugeudbildung ward Jaspar III.„fürstlich meklenbnrgischer Hofjunker". Als er volljährig ge-worden war, wurden die väterlichen Güter getheilt und ihmfiel das Gut Roggow, seinem nächstfolgenden Bruder Clausdas Gut Gorow zu. Nun dachte Jaspar daran sich zu ver-mählen. Die Vormünder hatten Roggow dem Daniel Blu-meuthal, welcher 1627 auch als Pächter des Gutes Westen-brügge erscheint, in Pension eiugethan. Am 3. Mai 1626schloß aber Jaspar mit diesem einen Vertrag, daß derselbeihm zu TriuitatiS d. I. das Gut vor Ablauf der Pachtjahreabtreten und dafür 300 Gulden gezahlt und einiges Holz inWismar geliefert erhalten solle. <Zu bemerken ist, daß sich„bei dem Gute" auch eine „Schute" für die Seefahrt befumden hatte, welche „in dein gräulichen Sturme im Februar1625" untergegangen war).
Nachdem Jaspar III. v. Oertzen sein Gut Roggow an-geuommeu hatte, vermählte er sich im I. 1626 mit Cvav. Penz, Tochter des Hartwig v. Peuz aus dem HanseWarlitz, „aus der Schelfe zu Schwerin gesessen", und der Clsev. Daldorf von Wotersen in Sachsen-Lauenburg (vermählt seit1591). Cva war eine ausgezeichnete Dame und hatte ohneZweifel eine sorgfältige Jugeudbildung genossen. Sie hatauch den Grund zu der Roggower Familien bibel gelegt,